Hahnemühlen-Auschreibung

Uslarer Schülerin Gewinnerin bei großem Malwettbewerb

Mathilda Bergmann mit ihrem Bild „Kleiner Monarch auf Margerite“. Mit diesem Ölbild hat Mathilda Bergmann beim Hahnemühle-Malwettbewerb gewonnen. Im Original ist es etwas kleiner als der Druck auf dem Kalenderblatt.
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Kleiner Monarch auf Margerite: Mit diesem Ölbild hat Mathilda Bergmann beim Hahnemühle-Malwettbewerb gewonnen. Im Original ist es etwas kleiner als der Druck auf dem Kalenderblatt.

Mit ihrem Ölbild „Kleiner Monarch auf Margerite“ zählt Mathilda Bergmann zu den zwölf Gewinnern im Malwettbewerb zu Schönheiten der Natur für den Hahnemühle-Kalender 2021.

Uslar. Gerade 14 Jahre alt, hat sich die Schülerin aus Uslar damit gegen 800 Künstler aus 53 Ländern durchgesetzt. Die Freude war groß, berichtet Mathildas Mutter Johanna, als die Benachrichtigung über den Gewinn kam. Denn damit hatte Mathilda gar nicht gerechnet, als sie ihr Ölbild einreichte. Jetzt schmückt es die Kalenderseite des Monats August und ist auch auf der Internetseite des Spezialpapier-Herstellers Hahnemühle (Relliehausen) ausgestellt.

Eine Woche lang habe sie täglich an dem Bild gearbeitet, sagt die junge Künstlerin. Auch die Vorlage dazu, eine Fotocollage aus einem selbst im Uslarer Schmetterlingspark fotografierten Schmetterling und einem lizenzfreien Bild aus dem Internet, hat sie selbst erstellt.

Das Bild zu malen habe auch deshalb so lange gedauert, weil Ölfarbe längere Zeit zum Trocknen braucht, informiert Mathilda. Die Geduld hat sich gelohnt. Neben Kalendern mit ihrem Bild und den Bildern der anderen elf Preisträger gab es ein Paket mit verschiedenen Künstlerpapieren von Hahnemühle FineArt im Wert von 300 Euro.

Wer an Ölbilder denkt, denkt an die alten Meister. Dass ein junges Mädchen Ölbilder malt, ist nicht selbstverständlich. Es erfordert viel Geduld, und die Farbe riecht. „Wenn man viel lüftet, geht das aber“, sagt Mathilda. Die Schülerin der neunten Klasse des Gymnasiums betreibt das Hobby seit drei Jahren intensiv und hat sich alles mithilfe von Youtube-Videos selbst beigebracht.

Das Malen gehöre nun zu ihrem täglichen Leben, berichtet die Schülerin selbstbewusst. Seit Kurzem hat sie deshalb neben dem Schreibtisch für die Schularbeiten auch einen extra Maltisch in ihrem Zimmer stehen. Dort entstehen in erster Linie in Öl gemalte Porträts oder Bleistiftzeichnungen, in der Fachsprache Graphit genannt. Sie hängen mittlerweile nicht nur an den Zimmerwänden, sondern werden auch sorgsam verpackt in Kartons gelagert.  

Längst denkt Mathilda Bergmann aber weiter, was ihre berufliche Zukunft angeht. Die 14-jährige Schülerin plant, sich nach dem Abitur auch beruflich der Kunst zu widmen.

Über die sozialen Medien sei es heute leichter, als Künstler bekannt zu werden und davon leben zu können als noch vor wenigen Jahren, erläutert sie. Bis dahin wird sie noch viele Bilder malen und hoffentlich auch wieder die Museen geöffnet sein. Denn die berühmten Bilder der großen Meister live zu sehen und den Blick daran zu schulen, das gehört für sie auch dazu. zyp

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