Meeting Revival-Party

Disco-Fieber im Uslarer Kulturbahnhof

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Hatten Spaß bei ihrer Arbeit: Die Discjockeys Lothar „Speedy“ Niebur (links) und Peter Ische bei der Meeting Revival-Discoparty.

In den 80er Jahren war die Discothek Meeting in Uslar ein Treffpunkt für Jugendliche. Rund 500 Menschen feierten bei der Meeting Revival-Discoparty im Kulturbahnhof.

Die Hits von damals präsentierten der extra aus dem deutschsprachigen Raum Bozen/Südtirol (Italien) angereiste Lothar „Speedy“ Niebur (65) zusammen mit Peter Ische (59) aus Wiensen. Beide legten einst auch im Meeting auf, das zunächst in der alten Ilse-Kantine an der Stiftstraße und bis zum Ende im alten Güterbahnhof an der Wiesenstraße untergebracht war.

„Speedy“ wohnt seit 19 Jahren bei Bozen und lebt Musik nach wie vor, wie der frühere Eschershäuser sagt. Er verdiene sein Geld als Discjockey und als Theatermaler für zahlreiche Bühnen. Als DJ arbeitete er schon seit fast 50 Jahren und damals neben dem Meeting auch in Discotheken in Einbeck oder auch im „ThirtyFour“ in Sohlingen. Heute lege er bei Beach-Partys und auch bei Partys im früheren „Ostblock“ Musik auf. Kennengelernt habe er bei seiner Arbeit neben Chris Norman auch den Mallorca-König Jürgen Drews, sagte er am Samstag im Kulturbahnhof. Da erfüllte „Speedy“ zusammen mit Peter Ische – wie damals – auch Musikwünsche.

Partyspaß im grellen Discolicht: Wie früher tanzten auch bei der Meeting-Revival-Party im Uslarer Kulturbahnhof vor allem weibliche Besucher bis weit nach Mitternacht zu den Hits der 1980er und 1990er Jahre.

Etliche Gäste begrüßten die DJs per Handschlag und man freute sich ganz offensichtlich über das Wiedersehen. Peter Ische verdiente sich die ersten DJ-Sporen ab 1976 in der damaligen Discothek Capelle in Lippoldsberg und gestaltete danach unter anderem die erfolgreichen Wiensen Discoabende bis zu viermal im Jahr. „Ende der 1990er Jahre schloss das letzte Meeting an der Wiesenstraße“, sagte Ische.

Schallplatten wie einst legen beide DJs längst nicht mehr auf. Musik läuft nur noch über den Computer. Die zweite Party im Kulturbahnhof und auf dem extra abgesperrten Platz davor sei die bisher beste Meeting-Revival-Discoparty gewesen, lobten Niebur und Ische ebenso wie Gaby Scholz vom gastgebenden Verein Kulturbahnhof.

Laut Scholz war es ein friedliches und feucht-fröhliches Wiedersehen von ehemaligen Meeting-Gästen, Ex-Beschäftigten und vor allem den Freunden der Musik aus den 1980er und 1990er Jahren. Einer „echt tollen Zeit, wie mehrfach zu hören war. Das Einzige was fehlte, war eine Disco-Kugel über der Tanzfläche. Die nächste Meeting-Revival-Discoparty soll es in zwei Jahren im Bahnhof geben.

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