Minister fordert: Ortsumgehung für Uslar soll in das Bundesprogramm

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Von Volpriehausen geht es bald weiter: Die Befürworter machen sich aber Sorgen um die Ortsumgehung Uslar.

Uslar/Einbeck. Nach der SPD aus dem Uslarer Land tritt nun der Einbecker FDP-Landtagsabgeordnete Christian Grascha auf den Plan und fordert die Aufnahme der Ortsumgehung Uslar in den Bundesverkehrswegeplan und damit eine zügige Realisierung der Baumaßnahme, die als dritter und bisher letzter Abschnitt der Neubauplanungen für die Bundesstraße B 241 vorgesehen ist.

Während der Neubau der B 241 von Volpriehausen bis Bollensen in diesem Jahr beginnen soll, ist die Weiterführung der neuen Straße als Ortsumgehung für Uslar nicht im neuen Bundesverkehrswegeplan vorgesehen.

Grascha: Berlin ist am Zug

FDP-Mann Grascha berichtet, dass Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) mitgeteilt habe, sich für eine Aufnahme der Ortsumgehung in die Verkehrsplanung einzusetzen. Grascha: „Dies begrüße ich ausdrücklich, und damit ist nun die große Koalition aus CDU, CSU und SPD in Berlin am Zug.“

In einem Schreiben an Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies hatte sich Grascha für die Aufnahme des Abschnitts der B 241 in den weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans stark gemacht. Gegenüber dem bisherigen Plan war die Maßnahme rausgenommen worden. „Die Komplettierung der Ausbaumaßnahme der B 241 ist für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und damit für die Sicherung von Arbeitsplätzen von enormer Bedeutung“, schreibt Grascha.

Mit der Ankündigung der Landesregierung, Südniedersachsen eine besondere Förderung zukommen zu lassen, sei auch die Weiterführung dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme von zentraler Bedeutung. „Der Ausbau ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer positiven Entwicklung der Region“, sagt Grascha. Der FDP-Politiker betonte, dass die Zustimmung zu den Planungen für die Ortsumgehung in der Vergangenheit bereits durch das Bundesverkehrsministerium erteilt wurde. Umso unverständlicher sei es, dass mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan nun wieder alles unsicher sei.

Die Region dürfe wirtschaftlich nicht weiter abgehangen werden. Er erwarte deshalb den Einsatz des Landesverkehrsministers für dieses wichtige Projekt. 

Das sagt die Bürgerinitiative pro B 241

Die Bürgerinitiative pro Bundesstraße 241, die maßgeblichen Anteil daran hat, dass die neue Bundesstraße von Ellierode Richtung Uslar vorangetrieben wurde, ist auch derzeit schon längst aktiv. Gleich nach Bekanntgabe, dass die Ortsumgehung der B 241 für Uslar nicht im Bundesverkehrswegeplan steht, ist die Bürger-initiative beim Land Niedersachsen und beim Bund vorstellig geworden.

Wie Sprecher Eberhard Tegtmeyer auf Anfrage berichtet, sind bereits Gespräche bei den zuständigen Ministerin bei Land und beim Bund aufgenommen worden.

Eins der wichtigsten Argumente der Bürgerinitiative ist, dass es ab dem 5. Januar 2011 bereits einen Planungsauftrag für die Ortsumgehung gegeben habe. Den habe das Niedersächsische Verkehrsministerium damals der Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim erteilt. 

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