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Abschied für Uslarer Rockband mit Feuer und Tränen

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Von: Roland Schrader

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Noch einmal spielte die Uslarer Formation Rescuer auf der großen Pekermarkt-Bühne. Die Band löst sich in dieser Formtion nach über 30 Jahren auf.

Uslar- Kurz vor dem traditionellen letzten Konzert-Lied, Marius Müller-Westerhagens „Johnny Walker“, flossen bei „Hey Joe“ (Jimi Hendrix) auch bei Bassist Christoph „Chris“ Vogt die Tränen. „Spätestens da ist mir bewusst geworden, dass nach diesem Lied alles vorbei ist“, sagte der 57-Jährige, der 21 Jahre dabei war und jetzt nach Kiel gezogen ist. Für ihn war es ein Gänsehautmoment, als Gitarrist und Keyboarder Michael „Miks“ Wolter ihn tröstete, der bereits seit 1995 dazu gehört. Seit 1989 und damit am längsten dabei sind die Zwillinge Maik Schietzoldt (Gitarre/Mundharmonika) und Thomas „Tom“ Schietzoldt (Schlagzeug). Für die Technik sorgt seit 1994 Bernd Raab, der auch als Kontaktmann fungiert.

Die Band war für Chris mehr als ein Hobby. Wöchentlich traf man sich zum Üben und hatte im Durchschnitt zehn Auftritte im Jahr. Den Urlaub richtete man nach den traditionellen Auftritten aus. „Wir wollten nicht wie eine Tanzband jedes Wochenende los, da wir uns auf den Auftritt freuen wollten.“ Diese Spielfreude habe sich übertragen. Für ihn war es eine schöne Zeit, die viel Spaß gemacht habe. „Gespielt haben wir nur Lieder, die uns gefallen haben.“ Aus dem Repertoire von 140 Stücken wurde spontan das ausgewählt, das beim Publikum am besten ankam.

Der Samstag war seiner Ansicht nach einfach super, alles habe gepasst. Es war der krönende Abschluss der eineinhalb Jahre dauernden Abschiedstournee. Auch beim letzten Konzert wurde nicht mit der Tradition gebrochen, dass jedes Bandmitglied Lieder singt. „Das ist dann nicht so ermüdend fürs Publikum“, so Chris.

Bis kurz vor Mitternacht harrten die über 400 Fans vorm alten Rathaus aus und genossen ein letztes Mal die perfekt vorgetragenen Lieder aus den 1970er- und 1980er-Jahren.

Nicht nur lang anhaltender Applaus war der Lohn für die Musiker. Der Kulturbahnhof Uslar hatte als Abschiedsgeschenk den Göttinger Artisten Bernd van Werven engagiert, der das Publikum 30 Minuten mit seiner Feuer- und Licht-Show begeisterte. (Roland Schrader)

Abschiedsfoto der Uslarer Band Rescuer nach dem letzten Konzert in dieser Formation mit (von links) Maik Schietzoldt, Christoph Vogt, Thomas Schietzoldt und Michael Wolter. Dazu gehörte noch Bernd Raab (Technik).
Sagt Adieu: Die Band Rescuer verabschiedete sich in der Formation mit (von links) Maik Schietzoldt, Christoph Vogt, Thomas Schietzoldt und Michael Wolter. Dazu gehörte noch Bernd Raab (Technik). © Roland Schrader
Die Uslarer Band Rescuer beim Abschiedskonzert am Vorabend des Pekermarktesvorm alten Rathaus in Uslar.
Kam gut an: Die Spielfreude der Uslarer Band Rescuer übertrug sich schnell auf das Publikum vorm alten Rathaus in Uslar. © Roland Schrader

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