300 Tonnen

Mitarbeiter des Bauhofs Uslar sammeln mit Hochdruck Laub ein

Mega-Laubsauger: Uwe Peschmann arbeitet seit 27 Jahren auf dem Bauhof und ist jedes Jahr von Mitte Oktober bis vor Weihnachten fürs Laubeinsammeln im Stadtgebiet zuständig. Unser Bild entstand am Schlosspark Freudenthal.
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Mega-Laubsauger: Uwe Peschmann arbeitet seit 27 Jahren auf dem Bauhof und ist jedes Jahr von Mitte Oktober bis vor Weihnachten fürs Laubeinsammeln im Stadtgebiet zuständig. Unser Bild entstand am Schlosspark Freudenthal.

Mindestens 300 Tonnen Laub sammeln die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs zwischen Mitte Oktober und bis kurz vor Weihnachten im Stadtgebiet von Uslar ein.

Uslar – „Wir arbeiten zehn Wochen lang jeden Arbeitstag mit Hochdruck auf den öffentlichen Flächen der Stadt gegen die riesigen Laubberge an“, bringt Uwe Peschmann die saisonale Arbeit einiger seiner Kollegen auf den Punkt.

Während der Haupttrupp mit Ohrschutz ausgestattet fast den ganzen Arbeitstag lang mit den leistungsstarken und gut 40 Kilogramm schweren Laubpustern das Herbstlaub in Parks, auf Friedhöfen und Gehwegen zusammenpusten, bedient Peschamnn den Mega-Blattsauger auf seinen speziell für diese Arbeit umgerüsteten Bauhoflaster. Die zusammengepusteten Blätter werden per Saugrohr auf die mit einem Käfig versehene Ladefläche geblasen.

Mehrmals am Tag muss Peschmann dann bis zum Bauhof fahren, um die Massen Herbstlaub abzulagern. Mittlerweile ist der Laubberg schon auf eine stattliche Höhe angewachsen, schließlich sind Peschmann und seine Kollegen nach einem festen Plan im gesamten Stadtgebiet und damit auch in allen Dörfern unterwegs. Im Gebiet der Stadt bleiben rund 3 Prozent des Blattwerks für Kleintiere liegen, sagt Peschmann.

Mit vereinten Kräften gegen das Herbstlaub: Die Bauhof-Mitarbeiter Andreas Dienert (von links), Hartmut Hinze, Gottfried Exner und Uwe Hirschberger gehen mit Laubpustern wochenlang gegen Blattwerk im Stadtgebiet vor.

Der Großteil des nährstoffreichen Herbstlaubs wird, da wo es stört oder gefährlich werden kann, abgefahren und ökologisch sinnvoll weiterverwendet. Ein Jahr lang bleibt das Laub teils mit Grasschnitt vermischt auf dem hochaufgetürmten Haufen auf dem Bauhof-Gelände sich selbst überlassen liegen.

In der Zwischenzeit hat bereits ein Verrottungsprozess begonnen und das Laub so zu einem guten Dünger gemacht. Ein Uslarer Unternehmen holt das teils verrottete Laub später ab und bringt es auf Feldern von Landwirten im Uslarer Land aus.

Lagerplatz für Laub: Ein Jahr lang lagert das eingesammelte Blattwerk auf dem Bauhof, dann kommt es auf Äcker in der Umgebung und wird untergepflügt.

„Das wird natürlich mit den Bauern abgesprochen“, sagt Peschmann. Die Stadt kostet die Entsorgung der jährlich rund 300 Tonnen gut 5000 Euro. „Aber das macht Sinn, weil wir so alles gut loswerden und es zum Unterpflügen verwendet werden kann“, sagt Peschmann und schmeißt den Sauger an. (Jürgen Dumnitz)

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