Anmeldungen erforderlich

Ausstellung Selfie Pop Up-Museum in Uslar hat begonnen

Da hat der Bürgermeister gut lachen: Torsten Bauer freut sich, dass HNA-Redakteur Frank Schneider am Pranger kniet. Es ist neben der Hinrichtungsstelle (hinten) eine von über 10 Stationen der Ausstellung Selfie Pop Up-Museum.
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Da hat der Bürgermeister gut lachen: Torsten Bauer freut sich, dass HNA-Redakteur Frank Schneider am Pranger kniet. Es ist neben der Hinrichtungsstelle (hinten) eine von über 10 Stationen der Ausstellung Selfie Pop Up-Museum.

Das Museum in Uslar hat wieder geöffnet, und zwar mit der Ausstellung Selfie Pop Up-Museum.

Uslar – Auch wenn wegen Corona alles immer noch anders ist, kehrt im Uslarer Museum nach langer Pause wieder Leben ein. Seit Dienstag ist die neue Ausstellung Selfie Pop Up-Museum eröffnet und kann gebucht besichtigt werde.

Ohne Eröffnungsfeier

Auf eine Eröffnung, die sonst immer den Auftakt für die beliebten Sonderausstellungen bildet, verzichtet die Stadt aus Sicherheitsgründen. Und besichtigt werden kann die Ausstellung nur nach Anmeldung. Eine Testpflicht, wie sie erst wegen der Corona-Verordnung noch vorgesehen war, entfällt wegen des geringeren Inzidenzwerts.

Und so freute es die Verantwortlichen um die Initiatorin Stefanie Möhlenhoff von der Wirtschaftsförderung, dass gleich am ersten Tag zum Startschuss auch die erste Anmeldung vorlag.

Den Besucher erwartet eine außergewöhnliche Ausstellung aus der Abteilung junge Generation: Es geht um Selfie Points. Das sind Aussichtspunkte oder ganz bestimmte Szenarien, die vorbereitet werden, um genau an dieser Stelle ein Foto von sich selbst mit dem Handy zu machen (Selfie) oder sich fotografieren zu lassen. Bei den Selfie Points geht es im Prinzip um Sehenswürdigkeiten, die inszeniert werden.

Die Stationen

So ist quasi das Museum in Uslar mit über zehn Stationen ausgestattet, um sich für Fotos zu inszenieren. Aktuell sind das

. eine Blumenwiese mit großen selbstgebastelten knallbunten Papierblumen, in der man sich zum Fotografieren postieren kann,

. ein Biergartentisch mit Stühlen für ein Gruppenbild,

. zwei Mittelalterfiguren, die die Uslarer Brauchtumsveranstaltung Spenneweih darstellen, und hinter denen man sich aufstellt und sein Gesicht dazuliefert,

.  das Luftbild von der Uslarer Innenstadt mit einem riesigen Luftballon-Strauß, an dessen Bändern man sich festhält und den Eindruck erweckt, über Uslar zu schweben,

.  die Szene mit dem angeblichen Schatzfund im Schloss Freudental, der ermöglicht, ein Bad in einer Schatztruhe mit Goldtalern zu nehmen,

. eine Waldlandschaft mit Hochsitz von der Uslarer Herstellerfirma von Peter Nolte: Dort gibt es zwei Motive mit einem ins Bild ragenden Tyrannosaurus-Rex auf der einen Seite und einem Wildschwein in Anlehnung an die Legende vom Wilden Jäger Hackelberg,

. ein Pranger, an den man wie im Mittelalter gestellt werden und fotografiert werden kann und

. eine Hinrichtungsstelle mit einem Henker als Aufsteller und seinem tatsächlich aus Uslar stammenden Werkzeug,

. eine Gefängniszelle, in der man sich hinter Gittern fotografieren und sich sogar mit einem Filzstift an der Wand verewigen kann, wie es in Zellen oft dargestellt wird und als Abschluss

. eine Station mit einem Zerrspiegel, der das Abbild schlanker erscheinen lässt,

. vor dem Museum noch die gelbe Bank, die für die neuen Sitzmöbel in Uslars Innenstadt steht,

. zum Verleih für Fotos die großen gelben Schuhe der früheren Pekermännchen-Figur.

Zu den Stationen im Museum gehört außerdem das Banner neben der Touristik-Information mit dem Motiv mit Riesenflügeln und Heiligenschein und dem Hashtag Uslarbefluegelt. Eine Station ist dann doch Corona zum Opfer gefallen: das Bällebad. Mit der Ausstellung Selfie Pop Up Museum richtet sich die Stadt gezielt an junge Leute, alle anderen sind selbstverständlich ebenso eingeladen, die Ausstellung zu besuchen.

Anmeldepflicht

Erforderlich ist eine Anmeldung in der Touristik-Information unter Telefon 0 55 71/30 72 20, bei der man einen Besuchstermin vereinbart. Der Eintritt kostet 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder und Jugendliche.

Schüler drehen Videos

Außerdem wirbt die Stadt mit zwei Videos für das Museum, das die Uslarer Schüler Hauke und Mathis erstellt haben und bei Youtube zu finden ist.

Das Video ist online aufrufbar unter zu.hna.de/selfie06. Frank Schneider

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