Arbeitskreis beklagt Vandalismus

Klagen aus dem Uslarer Bauerngarten wegen Müll und Schäden

Ernst-Otto Menshausen  klagt über Verunreinigungen und Beschädigungen im Uslarer Bauerngarten, hier entsorgt der ehrenamtliche Helfer des Ökologischen Arbeitskreises Unrat in der Mülltone.
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Klagt über Verunreinigungen und Beschädigungen im Bauerngarten: Ernst-Otto Menshausen als einer der Helfer des Ökologischen Arbeitskreises mit voller Mülltone.

Der Bauerngarten hinter der Stadtmauer in Uslar liefert einmal mehr Schlagzeilen, weil die Anlage wiederholt verunreinigt und beschädigt wurde.

Uslar - Zuletzt bauten Diebe Wasserhähne ab, richteten Schaden am Gartenblockhaus an und hinterließen jede Menge Müll. Wie Ernst-Otto Menshausen (Allershausen) berichtet, der zu den ehrenamtlichen Helfern des Bauerngartens gehört, wurden zuletzt außerdem Pflastersteine aus der Lagerecke heruntergestoßen, der Türgriff vom Gartenhaus, das nicht einmal zwei Monate stand, vollkommen verbogen, Fensterscheiben mit Speiseeis und Bräunungsmittel beschmiert, Farbeimer nach Aufbruch der Hütte im Freien ausgekippt.

Menshausen berichtet, dass sich die ungebetenen Gäste mit Pflastersteinen und Holzbalken aus dem Bauerngarten-Lager Sitzgelegenheiten bauten, um dort Drogen zu konsumieren. Er schüttelt nur mit dem Kopf. Denn durch den Vandalismus entstehe für die ohnehin ehrenamtlichen Aktiven noch zusätzliche Arbeit, um alles wieder in Ordnung zu bringen.

Dabei hat sich der Bauerngarten, den der Ökologische Arbeitskreis, der zur evangelischen Kirchengemeinde Uslar gehört, längst zu einem attraktiven Ausflugsziel und Ruhepunkt mit überregionaler Bedeutung etabliert.

In der warmen Jahreszeit kommen täglich 30 bis 40 Besucher, darunter neben Einheimischen wie Bewohnern aus dem Seniorenzentrum auch viele Auswärtige, berichten Ernst-Otto Menshausen und Waltraud Pfeilsticker, die sich mit anderen Helferinnen darum kümmert, was im Bauerngarten angebaut wird und wächst. Die Beschädigungen und Verunreinigungen sind für alle Helfer umso ärgerlicher.

Menshausen schaut mehrmals in der Woche nach dem Rechten. Er weiß, dass die ungebetenen Besucher des Bauerngartens sich oft mittags und vor allem abends treffen. Er wird nicht müde, an sie zu appellieren, die Einrichtung als Mitbürger zu achten und der Sache gegenüber Respekt zu zollen.

Er war zuvor auch schon mal wegen einer Sachbeschädigung bei der Polizei. Die habe seinerzeit Kontrollen zugesagt. Er habe davon aber seitdem noch nichts mitbekommen.

Dabei würde es seiner Meinung nach aber schon reichen, wenn sich die Ordnungshüter einmal am Tag an der Mauerstraße blicken lassen würden.

Die Sorgen wegen des Vandalismus und der Ärger darüber weichen bei der Helferschar erst, wenn man Ernst-Otto Menshausen und Waltraud Pfeilsticker zuhört, wenn sie über die aktuellen Pläne und Aktivitäten im Bauerngarten berichten. So versprechen sich die Aktiven im Bauerngarten ein wenig mehr Sicherheit vom neuen Zaun, der errichtet werden soll und für den schon Vorbereitungen getroffen wurden. Dank einer Spende ist die Investition von über 10 000 Euro möglich.

Geholfen hat bei den Vorbereitungen auch der Bauhof der Stadt, der zur Freude der Helfer das Projekt unterstützt, wenn er gebraucht wird. So richteten Bauhof-Mitarbeiter die Fundament-Steine für den neuen Holzzaun im Zugangsbereich von der Stadtmauer her und brachten zudem Schreddermaterial herbei, das benötigt wird.  fsd » ARTIKEL UNTEN

Gestohlen: Die Wasserhähne an den Entnahmestellen im Uslarer Bauerngarten sind entwendet worden, zeigt Ernst-Otto Menshausen.
Beschmiert: Die Fenster im Gartenhaus des Bauerngartens sind nicht mehr sauber zu bekommen.

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