Gut besuchter Veranstaltungsmarathon

Nacht der Kultur in Uslar hat nichts von ihrer  Anziehungskraft verloren

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Genähte Schattenrissen präsentierte Andrea Vaupel in ihrem Patchwork-Shop.

Uslar. Die 12. Nacht der Kultur in Uslar hat mit einem bunten Veranstaltungsmix ihre ungebrochene Anziehungskraft bewiesen. Wie in den Vorjahren pilgerten die Menschen von einem Veranstaltungsort zum nächsten.

Befürchtungen, die Besucherzahlen der Kulturnacht würden massiv unter einer dem Street Festival an der Wiesenstraße leiden, stellten sich als unbegründet heraus.

„Nur punktuell hat es weniger Besucher als sonst gegeben“, sagte Mitorganisatorin Gaby Scholz noch in der Nacht. Gleichwohl hoffen Beteiligte und Gäste, dass es bei der nächsten Kulturnacht am Samstag, 26. September 2020, nicht wieder zu einer Überschneidung kommt. Dafür sprach sich auch Bürgermeister Torsten Bauer am Tag danach aus.

Das bunt gemischte Programm lockte nicht nur Stammgäste aus dem Uslarer Land an. Eine Besucherin kam sogar aus Toronto in Kanada. Martha Cunningham, die zurzeit in Göttingen lebt, war total begeistert. „Was für ein schönes kleines Städtchen“, sagte sie über ihren ersten Besuch in der Stadt.

Und dann so ein vielfältiges Programm: In vielen Fällen von Bürgern für Bürger gemacht. Mit die Jüngsten dürften die Jugendlichen der Fotogruppe Uslar mit Kiana (17), Marie (18), Marco (16) und Theresa (15) gewesen sein. Sie hatten die erste Fotoausstellung auf dem Wasser des Brunnens im Laves-Park organisiert: Dort zeigten sie sanft auf dem Nass schaukelnde Schwarz-Weiß-Motive unter anderen aus Hannover, Berlin und Prag.

Wer wissen wollte, welches Foto in Eschershausen aufgenommen wurde, musste jedoch mit ihnen sprechen.

Unterdessen klangen aus der benachbarten St. Johannis-Kirche die mitreißenden Lieder des Gospel-Chors unter der Leitung von Ole Hesprich, mit dem die Musik-Nacht in der Kirche eröffnet wurde.

Ein bisschen weiter, im Museumsstübchen, tauchten unter anderem Justus Pahlow und Ralf Jasper vom Literatur- und Kunstkreis in die Welt des Bieres ein. Köstlich Heinrich Bölls immer wieder gern gehörte Geschichte aus dem Irischen Tagebuch über die Begründung, warum Salz im Schinken und zu viel Pfeffer im Kohl unbedingt nach dem Genuss von Bier verlangen.

Als Markus Gattermann Udo Jürgens Hit „Griechischer Wein“ nicht ganz passend anstimmte, übernahm das Männerquartett Johannes Bergmann, Justus Pahlow, Ralf Jasper und Reinhold Döhler kurzerhand die Umwidmung in „Uslarer Bier.“

Kaum weniger amüsant ging es in der überfüllten Volksbank zu, in der Bernd Homeyer in Schauspielerlaune Geschichten von Wilhelm Busch vortrug, begleitet von den jungen Talenten Anisja Knüppel (Geige) und Emma Koester (Ukulele, Gitarre und Gesang). " ARTIKEL UNTEN

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