Naturpark Solling-Vogler: Lob für die Naturschützer

Naturpark: Michael Buschmann von der Unteren Naturschutzbehörde Holzminden (links), Fred Marten von der Northeimer Naturschutzbehörde (rechts) und Forstamtsleiter Walter Hennecke zeigten Staatssekretärin Almut Kottwitz den Naturpark Solling-Vogler. Hier genießt die Gruppe den Blick vom Weinberg oberhalb von Rühle (Bodenwerder). Foto: Naturpark Solling-Vogler 

Uslar/Neuhaus. Für Projekte zur Pflege von Trockenrasen, Streuobstwiesen und andere Naturschutzvorhaben braucht der Naturpark Solling-Vogler mehr Personal.

Um für diesen Anliegen zu werben, nutzten die Forstamtsleiter Walter Hennecke und Thomas Reulecke (Landesforsten), Michael Buschmann (Landkreis Holzminden), Fred Marten (Landkreis Northeim) sowie Naturpark-Geschäftsführer Kurt Hapke einen Besuch von Staatssekretärin Almut Kottwitz.

Mithilfe des Antrages, den der Naturpark im März gestellt hat, hoffe man auf personelle Unterstützung, „um in den vielen verschiedenen Schutzgebieten eine professionelle Betreuung zu gewährleisten“, sagte Michael Buschmann von der Unteren Naturschutzbehörde Holzminden. „Das zusätzliche Personal soll weitere Anträge erstellen, um Projekte wie Nährstoffkataster, freiwilliger Flächentausch, Potentialanalyse für die Orchidee Frauenschuh oder den Skabiosen Scheckenfalter, Pflege und Nutzung von Trockenrasen und Streuobstwiesen, etc. umzusetzen.“

Ahlewiesen

Um der Vertreterin des niedersächsischen Umweltministeriums den Naturpark näher zu bringen, hatten die Gastgeber eine Tour durch das 55000 Hektar große Gelände vorbereitet. Erste Station war das Naturschutzgebiet Ahlewiesen, das sich von Schönhagen in Richtung Neuhaus erstreckt, und in dem mit einer Wanderschäferei die Landschaft offen gehalten wird. An diesem Beispiel wies Forstamtsleiter Reulecke darauf hin, dass es wichtig sei, Tierhalter bei der Beantragung von Förderprogrammen zu beraten, damit eine naturschutzgemäße Bewirtschaftung der Flächen sichergestellt und honoriert wird.

Besucht wurde auch das mit Fördergeld vom Land und der EU erbaute Wildparkhaus in Neuhaus, das als Besucherzentrum dient. Am Nachmittag führte die Tour weiter ins Hellental und entlang des Holzberges.

Naturschutz

Anhand dieser zwei Naturschutz-Highlights wurden beispielhaft verschiedene Maßnahmen erläutert. Michael Buschmann und Fred Marten von den Unteren Naturschutzbehörden Holzminden und Northeim erklärten, dass dies nur mit Unterstützung aus Hannover möglich war und ist. Mit weniger Geld sei keine nachhaltige Pflege machbar, Flächen würden verbuschen.

Den Abschluss der Exkursion durch den Naturpark bildete eine Fahrt durch die Rühler Schweiz zum Weinberg. Angesichts des Blicks in die kleinteilige und damit wertvolle Kulturlandschaft zeigte sich die Staatssekretärin begeistert. „Der Naturpark Solling-Vogler bietet Orte von besonderer Schönheit und attraktive Angebote, Natur aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben“, sagte Almut Kottwitz. „So etwas auf die Beine zu stellen, bedarf viel Engagement und Kooperation der einzelnen Akteure. Das begrüßen wir sehr.“ (shx)

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