Mehrheit im Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss für Messer er lokalen Wirtschaft

Neuauflage Uslar(er)leben

Uslar. Die regionale Wirtschaftsschau Uslar(er)leben soll wiederbelebt werden. Das teilte Christian Rohner von der Stadtverwaltung in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Wirtschafts- und Entwicklungsausschusses im Uslarer Rathaus mit, als es um den Haushaltsentwurf für 2015 ging.

Die Schau sei jetzt Teil der Wirtschaftsförderung, so wie auch die Uslarer Märkte (Krammarkt, Landmarkt, Pekermarkt). Alle zwei Jahre soll demnach ab dem nächsten Jahr nach über sechsjähriger Pause wieder eine lokale Messe in Uslar stattfinden. Im Haushalt sind laut Rohner dafür rund 7000 Euro vorgesehen.

Bisher elf Schauen

Zwischen 1985 und 2008 zeigten Handel, Dienstleistung und Handwerk, wie vielfältig das Angebot der Unternehmen aus Uslar und den Orten der Umgebung ist. Auch aus den Weserorten waren Firmen vertreten. Manche Anbieter verkauften direkt vor Ort. Etliche Handwerker machten zwar keine direkten Geschäfte, nutzten aber stets die Chance, ihre Angebote vorzustellen. Und viele Besucher seien in den bisher elf Auflagen der Regionalmesse mit konkreten Fragen an die Stände gekommen, heiß es damals in der HNA. Abgerundet wurde das Angebot bisher stets durch einen Mix mit Informationen, Gastronomie-Angeboten und Unterhaltung.

Dr. Hermann Weinreis von der SPD lobte die Neuauflage. Die lokale Messe sei „ein Spiegel für das Selbstverständnis der Uslarer Wirtschaft“. CDU-Fraktionssprecher Wilfried Fischer nannte die Neuauflage einen „wichtigen Schritt für den Aufbau der Zukunft“.

Messe politisch gewollt

Die lokale Wirtschaftsschau „Uslar(er)leben“ sei politisch gewollt, hieß es von der Stadtverwaltung.

Bei den Beratungen des Haushalts für den Bereich des Wirtschafts- und Entwicklungsausschusses fragten einige Ausschuss-Mitglieder nach der Kosten-Nutzen-Rechnung für die Auswanderermesse in Utrecht/Holland. Ausschussvorsitzender Thomas Becker war der Ansicht, von der Präsenz in den Niederlanden habe die Stadt bisher noch nichts gehabt. Deshalb könne man die veranschlagten 1500 Euro dafür lieber sparen. Bürgermeister Torsten Bauer verteidigte die Kosten. Das Werben in Holland für mögliche Neubürger im Uslarer Land sei eine Marketing-Maßnahme.

Nach einer Sitzungsunterbrechung wurden dennoch Einsparungen empfohlen und abschließend mit dem Entwurf mehrheitlich befürwortet. Danach sollen keine 1500 Euro für eine Kaffeemaschine, 1300 Euro für ein Sideboard und die 1500 Euro für die Utrecht-Messe ausgegeben werden. Das letzte Wort hat aber der Stadtrat. (jde)

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