Stadt muss für Mehrkosten aufkommen

Neue DRK-Kindertagesstätte in Uslar wird 200.000 Euro teurer

Die Stadt Uslar muss für bis zu 200.000 Euro Mehrkosten beim Neubau der DRK-Kordes-Kindertagesstätte aufkommen.

Diese Nachricht hörten die Mitglieder des Uslarer Bildungsausschusses in ihrer Sitzung in der Rathaushalle gar nicht gerne, gleichwohl nickten sie ihn bei einer Enthaltung ab. Das Geld soll im nächsten Haushaltsjahr bereitgestellt werden. Bei den ersten Planungen 2016 für den Neubau an der Siemensstraße war noch mit einem Kostenvolumen von rund 2,31 Millionen Euro kalkuliert worden. Sie kletterten durch Umplanungen auf knapp 2,5 Millionen Euro im März 2018, geht aus der Verwaltungsvorlage hervor. Diese Kostenhöhe sei auch Grundlage für die Zuwendungsbescheide an den DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim als Bauherrn gewesen.

Doch im September kam dann die Hiobsbotschaft: Die Baukosten würden auf aktuell 2,67 Millionen Euro ansteigen, die Schlussrechnungen von Baufirmen stehen allerdings noch aus. Die Stadt war alles andere als begeistert, wie in der Sitzung deutlich wurde. Bürgermeister Torsten Bauer: „Es wurden Dinge beauftragt, die nicht abgesprochen worden waren. Diese Kosten werden wir nicht übernehmen.“

Dirk Rackwitz, Leiter der Kultusabteilung in der Stadtverwaltung, kritisierte: „Der Müllplatz wurde bei den Planungen vergessen.“ Dazu gehört laut Vorlage ein Abstellhaus, zusammen schlägt das immerhin mit einem Kostenplus von 45 000 Euro zu Buche.

Derzeit geht die Stadt davon aus, dass ihr Gesamtanteil am Bau bei knapp zwei Millionen Euro liegt. Der Bund steuert rund 670 000 Euro bei und das DRK Eigenmittel von 40 000 Euro. Hanna Antoniades (SPD) nannte die Kostensteigerungen „starker Tobak“.

Einsteigen wird die Stadt Uslar nach dem Votum des Bildungsausschusses in die Diskussion um die Erweiterung der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte in Uslar an der Wiesenstraße mit ihren 75 Kita- und 15 Krippenplätzen. Sie soll nach ersten Schätzungen der Architektin Heike Bröll, die vom Northeimer Kirchenkreisamt hinzugezogen wurde, rund 525 000 Euro kosten.

Begründet werden die Planungen an der Wiesenstraße mit dem Wachsen der Kita, für die die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen. „Das Hauptgebäude wurde vor 30 Jahren gebaut“, sagte Dirk Rackwitz. Beispielsweise müsse der Sanitärbereich der pädagogischen Fachkräfte als Wickelbereich für Kinder genutzt werden. Zudem sei der Raum für die Mitarbeiter zu klein, er müsse außerdem als Raum beispielsweise für Elterngespräche und Frühförderungen genutzt werden.

Mit der Erweiterung soll auch Raum für eine integrative Betreuung geschaffen werden. (zhp)

Rubriklistenbild: © Foto : Hans-Peter Niesen

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