Bedarf besteht

Ausschuss schnell einig über neue Kindertagesstätte in Uslar

Aus Sicht der Mehrheit des Bildungsausschusses ein idealer Kindergarten-Standort: Die Freifläche der ehemaligen Gärtnerei Mergner (befindet sich in Privatbesitz) an der Bella Clava in Uslar, die eingezäunt ist und seit längerer Zeit unberührt ist.
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Aus Sicht der Mehrheit des Bildungsausschusses ein idealer Kindergarten-Standort: Die Freifläche der ehemaligen Gärtnerei Mergner (befindet sich in Privatbesitz) an der Bella Clava in Uslar, die eingezäunt ist und seit längerer Zeit unberührt ist.

In der Kernstadt Uslar soll eine neue Kindertagesstätte gebaut werden.

Uslar – Im Gebiet der Stadt Uslar soll nach einstimmigem Beschluss des Bildungsausschusses ein neuer Kindergarten gebaut werden. Darüber waren sich die Mitglieder des Ausschusses in ihrer jüngsten öffentlichen Sitzung in der Aula der Sollingschule in Uslar schnell einig, weil der Bedarf nach Krippen- und Kindergartenplätzen da ist.

Schwer taten sich die Lokalpolitiker hingegen bei der Standortwahl. Schließlich wurde dem Verwaltungsausschuss das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei Mergner zwischen der Bella Clava und der alten Post empfohlen.

An der Stelle könnte vorbehaltlich der Zustimmung des Verwaltungsausschusses, dere diese Woche tagt, eine neue Kindertagesstätte mit zwei Krippen-Gruppen (30 Jungen und Mädchen) für unter Dreijährige, zwei Kindergarten-Gruppen (50 Kinder) und einer Integrationsgruppe (18 Plätze) errichtet werden.

Im Stadtgebiet gibt es aktuell 436 Plätze in sieben Kindertagesstätten. Davon sind 90 Krippen- und 346 Kindergartenplätze. Dazu kommen sieben Plätze im Heisebecker Kindergarten. Laut den Zahlen der Verwaltung fehlen derzeit vor allem Betreuungsplätze für unter dreijährige Krippenkinder.

Ein Arbeitskreis mit Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung hat sich mit dem Thema beschäftigt. Durch den Neubau will man sich nicht nur gut aufstellen, sondern auch durch eine Schließung einer Gruppe den Engpass in der Awo-Kindertagesstätte entschärfen. Für die Kita an der Heinrich-Wiebe-Straße gab es Überlegungen für Anbauten und ein zweites Stockwerk.

Der Arbeitskreis empfehle dort jedoch erforderliche Umbauten wie etwa bei den Toiletten und für eine Mensa, erläuterte Dirk Rackwitz von der Stadtverwaltung. Zudem sollte der Werkstatt- und Kleingruppenbereich sowie eine kleine Turnhalle und ein Mitarbeiterraum erweitert werden.

Wenn es einen weiteren Kindergarten gebe, soll es auf freiwilliger Basis möglich sein, das 20 statt 25 Kinder in einer Gruppe betreut werden, sagte Rackwitz.

Teils lebhaft wurde über die Standorte diskutiert. Vorgeschlagen wurden neben dem 5000 Quadratmeter großen Mergner-Areal ein Grundstück an der Jahnstraße, die bisherigen Sportplätze Dinkelhausen und Allershausen sowie ein Grundstück an der Allershäuser Sandgrube. Bei der Beurteilung der Standorte ging es unter anderem um die Erreichbarkeit mit Zuwegung, den Freizeitwert, eine Fotovoltaik-Eignung sowie ausreichend Parkplätze und Erweiterungsmöglichkeiten.

Heidi Emunds favorisierte für die SPD den Standort Jahnstraße, Elke Gropp für die CDU den Mergner-Platz. Christiane Eichmann (UWG) warb für den Allershäuser Sportplatz und Volker Ruwisch (Bunte Ratsgruppe) für den Sportplatz in Dinkelhausen. Der Standort Jahnstraße wurde bei einem Patt von vier Ja- und vier Nein-Stimmen (eine Enthaltung) abgelehnt.

Für den Sportplatz Dinkelhausen votierte nur Ruwisch, für den in Allershausen nur Eichmann, und jeweils acht Ausschussmitglieder stimmten dagegen. Dem Standort Bella Clava stimmten schließlich vier Ausschuss-Mitglieder zu, vier enthielten sich, und nur Ruwisch war dagegen. Der Sandgruben-Vorschlag fiel komplett raus. Jetzt hat der Verwaltungsausschuss das letzte Wort in Sachen Neubau und Standort. Jürgen Dumnitz

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