Museum zeigt "Zeitsprünge"

Neue Sonderausstellung: Blick auf 30 Jahre Innenstadtsanierung in Uslar 

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Präsentierten die gerade erschienene Abschlussdokumentation: Torsten Bauer (von links), Dr. Daniel Althaus und Ralf Mohr, der an der 54-seitigen Broschüre mitgearbeitet hat. Foto: Dumnitz

Uslar. Das Ergebnis von 30 Jahren Innenstadtsanierung in Uslar wird mit Vorher-Nachher-Bildern in der aktuellen Sonderausstellung „Zeitsprünge“ im Museum deutlich.

„Ob es in jedem Fall besser geworden ist, ist Geschmackssache“ sagte Ralf Mohr von der Stadtverwaltung am Sonntag während der Eröffnung der neuen Sonderausstellung, die noch den gesamten Juni bis zum ersten Juli-Wochenende im Uslarer Museum zu sehen ist.

Mohr ist im Bereich Stadtentwicklung und Denkmalpflege maßgeblich an den Projekten der Innenstadtsanierung in den vergangenen 30 Jahren beteiligt gewesen und Mitherausgeber der Abschlussdokumentation. Vor rund 40 Zuhörern gab er Informationen zu den einzelnen Vorhaben, zu denen hauptsächlich die Sanierung des alten Rathauses und die Umgestaltung der Langen Straße mit Kopfsteinpflaster als größte Brocken gehörte.

Laut Mohr gibt es 100 Exemplare der Hochglanz-Abschlussdokumentation, die bei Interesse im Museum eingesehen werden kann. Um ins Sanierungsprogramm aufgenommen zu werden, sei vor drei Jahrzehnten beschrieben worden, wie schlecht das Stadtbild eigentlich sei, rief Mohr in Erinnerung. Als Beispiele nannte er die Bausünden der 1970er-Jahre, als Fachwerkhäuser behängt wurden, Haustüren aus Aluminium eingebaut wurden und Fenster aus Kunststoff. Nachdem das Sanierungsgebiet abgesteckt worden sei, wurden erste Projekte realisiert.

Lob für privates Engagement

Mohr lobte auch das private Engagement von Hausbesitzern und erinnerte an die Finanzierung. Ein Drittel der Investitionen hat der Bund bezahlt, ein Drittel das Land Niedersachsen und das letzte Drittel die Stadt, deren finanzielle Ausstattung in dem Förderzeitraum nicht gerade üppig gewesen sei.

Das Stadtbild sei stets im Wandel, was durch Projekte wie die Sanierung der Stadtmauer und dem Anlegen des Bauerngartens an der Mauerstraße ebenso deutlich werde wie an der Schaffung von Parkplätzen zwischen Stadtwerken und altem Krankenhaus oder der Gestaltung des Graftplatzes.

Und auch das Museum sei Teil des Programms gewesen. Mohr freute sich vor allem über den Erhalt des kleinen Nebengebäudes, für das es eine Abrissgenehmigung gab. Mohr regte an, das Begonnene weiter fortzuführen und neue Projekte im Sinne einer positiven Entwicklung anzugehen. Zu diskutieren sei dabei unter anderem auch das Thema Fußgängerzone, so der Mitarbeiter der Verwaltung.

Bürgermeister Torsten Bauer sagte, dass jede Generation nur ein Standbild in einem langen Film des Lebens wahrnehme. Durch die Stadtsanierung bestehe die Möglichkeit, das Stadtbild ein Stück weit mit zu verändern.

Ausstellung „Zeitsprünge – 30 Jahre Stadtsanierung“, Museum Uslar, bis 2. Juli, dienstags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 12 Uhr, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr.

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