Museum Uslar

Neue Sonderausstellung: So war Weihnachten im Solling früher

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Gehört zum Weihnachtsfest: Querflötenlieder spielten Silke Utermöhle (links) und Bernd Klodner zur Ausstellungseröffnung „Weihnachten im Solling“ vor etwa 40 Zuhörern im alten Rathaus.

Uslar. Im Museum ist parallel zum Weihnachtsmarkt eine neue Sonderausstellung zu sehen. Es geht darum, wie früher im Solling Weihnachten gefeiert wurde.

Die Menschen im Solling kannten vor 150 Jahren noch keinen Weihnachtsmann, der in die Wohnstuben kam und Geschenke brachte. Das ist eine der Erkenntnisse, die Uslars Museumsleiter Dr. Daniel Althaus bei seinen Vorbereitungen zur aktuellen Sonderausstellung „Weihnachten im Solling“ machte.

Er hat sich vor allem auf Beschreibungen des Volksschriftstellers Heinrich Sohnrey (1859 bis 1948) bezogen, der in seinem Buch „Die Sollinger“ einige Bräuche seiner Heimat beispielhaft niedergeschrieben hat.

Entfernt vom Konsumrausch

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer sprach in seiner Rede im alten Rathaus vor der Eröffnung von „eher bescheidenen Weihnachtsfesten weit entfernt vom heutigen Konsumrausch“. Für die Ausstellung, die noch bis zum 21. Januar im Uslarer Museum zu erleben ist, seien beeindruckend viele Spielsachen abgegeben worden. Zu einem kleinen Holzpferd wusste Bauer, dass es ein Junge einer kinderreichen Familie in Schönhagen jeweils mit frischer Farbe insgesamt sechs Mal als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum fand. Und in Wahmbeck musste ein Mädchen ein Puppenbett für ihre Cousine einpacken, obwohl sie es sich doch so sehr gewünscht hatte. Die Freude war riesig, als sie ihr selbst eingepacktes Geschenk an Heiligabend bekam.

Bauer zeigte sich erfreut, weil die Sonderausstellung eine gute Bereicherung zum Weihnachtsmarkt auf dem Museumshof sei. Für Musik sorgten bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus das Querflöten-Duo Silke Utermöhle und Bernd Klodner.

Legendär: Feiern bei Ilse

Nach den Ausführungen von Althaus setzten sich die Besucher in Richtung Museum in Bewegung. Da gab es viele Informationen zu den Festbräuchen an den Wänden und auf Tischen und in Regalen zahlreiche Erinnerungen an die Weihnachten der vergangenen Jahrzehnte. Anschaulich beschrieben werden die ersten spärlichen Weihnachtsbäume in den Stuben und die Weihnachtsfeiern für die Kinder der Beschäftigten der ehemaligen Ilse-Möbelwerke. (jde)

Öffnungszeiten: 1. bis 22. Dezember jeweils von 15 bis 18 Uhr, 2. bis 22. Januar dienstags bis sonntags 15 bis 17 Uhr.

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