Upcycling

Projekt in Uslar: Neue Taschen aus alten Stoffen

Upcycling: Im Diakonieladen Jacke wie Hose in Uslar hängt ein Regal mit Taschen aus dem Berufsförderzentrum des Albert-Schweitzer-Familienwerks.
+
Upcycling: Im Diakonieladen Jacke wie Hose in Uslar hängt ein Regal mit Taschen aus dem Berufsförderzentrum des Albert-Schweitzer-Familienwerks.

Wie aus alten und Abfall und nutzlosen Stoffen neuwertige Produkte entstehen, zeigt ein Projekt in Uslar.

Uslar – Aus alten oder scheinbar nutzlosen Stoffen neuwertige Produkte zu schaffen. Das ist die Idee von Upcycling. Im Berufsförderzentrum des Albert-Schweitzer-Familienwerks Uslar beschäftigt man sich bereits seit 2019 mit dieser Variante der nachhaltigen Fertigung.

Anlass war die Teilnahme am Upcycling-Wettbewerb des Verbandes der Produktionsschulen. Mit dem Wettbewerb endete aber das Projekt Upcycling für die Beteiligten nicht. Im Team entstanden vielmehr neue Ideen. Für die Umsetzung knüpfte man Kontakt zum Diakonieladen „Jacke wie Hose“ in Uslar und stieß auf Begeisterung.

Der Laden wurde für das Material zuständig und liefert alte Stoffe wie Laken und Gardinen zum Berufsförderzentrum, wo arbeitssuchende Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Fachbereichen für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Die alten Stoffe kamen in die Design- und Textilwerkstatt, in der daraus neue Taschen und Obstbeutel für Kunden des Second-Hand-Ladens genäht wurden.

Seit etwa einem Jahr habe diese besondere Kooperation jetzt Bestand, meldet das Familienwerk. Als Dankeschön erhielten die Beteiligten aus dem Berufsförderzentrum jüngst einen Jacke-wie-Hose-Kleidungsgutschein.

Außerdem wollte der Diakonieladen auch etwas für das Berufsförderzentrum tun und die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Im Laden an der Kurzen Straße machen nun Flyer auf die Arbeit der Einrichtung, die zum Albert-Schweitzer-Kinderdorf Uslar gehört, aufmerksam.

Um den Entwurf hatte sich der Medienbereich des Berufsförderzentrums gekümmert. Umgesetzt wurde die Idee mit der Marketingabteilung des Familienwerks. In der Holzwerkstatt entstand ein Regal, das inzwischen im Eingangsbereich des Diakonieladens hängt und als Halterung für Flyer und Obstbeutel dient. Neben der Textil- und Holzwerkstatt sowie dem Medienbereich gehören Metallverarbeitung, eine Fahrradwerkstatt, EDV, Hauswirtschaft, Gesundheit und Soziales zu den Angeboten des Berufsförderzentrums, das vielen noch als Jugendwerkstatt bekannt ist. Kornelia Schmidt-Hagemeyer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.