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Neuer Anlauf für Mehrgenerationenraum in Fürstenhagen

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Von: Hans-Peter Niesen

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Ein Mehrgenerationenraum soll im Erdgeschoss (links) der früheren Volksbank-Filiale in Fürstenhagen entstehen. Der rechte Teil ist Feuerwehrgerätehaus.
Ein Mehrgenerationenraum soll im Erdgeschoss (links) der früheren Volksbank-Filiale in Fürstenhagen entstehen. Der rechte Teil ist Feuerwehrgerätehaus. © Hans-Peter Niesen

Der Ortsrat Fürstenhagen will das Projekte Mehrgenerationenraum wieder in Gang bringen.

Fürstenhagen – Die Corona-Pandemie hatte das Projekt Mehrgenerationenraum in der ehemaligen Volksbank-Filiale in Fürstenhagen zum Erliegen gebracht. Jetzt soll es wiederbelebt werden. Dafür machte sich der Ortsrat der Uslarer Ortschaft während seiner jüngsten Sitzung im Gasthaus Ackerhans stark.

Im ersten Schritt, sagte Ortsbürgermeister Christian Kempe, müsse allerdings ein neuer Vorstand für den Trägerverein gefunden werden. „Er muss sich der Sache annehmen.“ Ein zweiter Vorsitzender sei bereits in Aussicht. Dabei handelt es sich um Tim Koch (WGF), der dem Ortsrat angehört.

Die Generalversammlung des Trägervereins soll demnächst stattfinden. Ein Termin müsse noch gefunden werden. Dirk Rackwitz als Vertreter der Stadtverwaltung Uslar sagte, der Ort und die Einwohner müssten dahinter stehen und den Raum nach seiner Fertigstellung nutzen. Mittel für den Umbau des Raumes seien nach wie vor im Haushalt der Stadt veranschlagt.

Nach den ursprünglichen Plänen aus dem Jahr 2019 sollte mit einem Kostenaufwand von circa 45 000 Euro das leerstehende Untergeschoss in dem stadteigenen Gebäude an der Ecke Sportplatzstraße/Ahornstraße, das die Freiwillige Ortsfeuerwehr in Teilbereichen bereits seit 2002 als Gerätehaus nutzt, als Mehrgenerationenraum umgestaltet werden.

Den Vorschlag einer Gruppe junger Einwohner, dort einen Jugendraum einzurichten, hatte der Ortsrat damals wegen der Vandalismus-Gefahr abgelehnt, aber dafür war er von der Idee angetan, dass alle Altersschichten einen Raum gemeinsam nutzen können.

Als Nutzer kommen nach dem damaligen Konzept unter anderem folgende Gruppen in Betracht: Mütter, die dort einen Kindergeburtstag feiern wollen, Jugendliche, die sich dort treffen könnten, Vereinsvorstände, die Gitarrengruppe sowie die Altersgruppe der Feuerwehr, die dann nicht mehr die steile Treppe im angrenzenden Feuerwehrhaus bewältigen müsste.

Darüber hinaus könnten Veranstaltungen unterstützt werden, beispielsweise der gemeinsame Ausklang für Kinder beim Laterne gehen des Heimatvereins. Vorteil für alle: Die Ebene ist barrierefrei und es gibt Sanitärräume.

Auf keinen Fall soll der Mehrgenerationenraum eine Konkurrenz zur bestehenden Gaststätte Ackerhans werden, hieß es damals: Für alle geplanten Veranstaltungen werde festgelegt, dass Speisen und Getränke vom Landgasthaus bezogen werden. Im Gegenzug solle auch dem Gasthaus ermöglicht werden, den Raum mitzubenutzen.

Als Problem aus den Reihen der Zuhörer wurde jetzt unter anderem gesehen, ob das Interesse an der Nutzung des Raumes noch genau so sei wie vor drei Jahren und ob es noch genügend zupackende Hände für die notwendigen Eigenleistungen gäbe. Auch seien die damaligen Kostenvoranschläge inzwischen Makulatur.

Dirk Rackwitz machte darauf aufmerksam, dass bei gravierenden Nutzungsänderungen des Raumes, ein neuer Antrag auf Bezuschussung der Maßnahme gestellt werden müsse. Ortsratsmitglied Marcel Drüke (WGF) forderte den Verein auf, Mitglieder zu finden. (zhp)

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