Auftrag erteilt

Neuer Takt für umstrittene Ampel am Uslarer Postberg

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Soll umprogrammiert werden: Die umstrittene Ampelkreuzung am Postberg in Uslar an der Kreuzung der Bahnhofstraße mit der Bella Clava und der Albert-Schweitzer-Straße.

Uslar. Die anhaltende Kritik an der Ampel auf dem Postberg in Uslar zeigt Wirkung.

Die für die Ampel zuständige Straßenverkehrsbehörde in Bad Gandersheim hat die Firma Siemens beauftragt, das Programm zu ändern: vom bisherigen Festzeitprogramm auf und eine verkehrsabhängige Steuerung.

Über diesen Schritt unterrichtete Uslars Bürgermeister Torsten Bauer den Stadtrat Uslar in seiner jüngsten Sitzung. Das bedeute, dass die Ampel das Verkehrsaufkommen berücksichtige und nicht mehr nach einem fest eingestellten Programm arbeite, hieß es. Uslars Bürgermeister sprach von einer guten Sache. Man sei bei dem Thema auf einem guten Weg.

Daran müsse aber weiter gearbeitet werden, sagte Bauer und nannte als Ziel, dass die Ampel nur für den Bedarfsfall eingesetzt wird, wenn ein Fußgänger die Straße überqueren will und auf den Knopf drückt. Immerhin sei die Umprogrammierung ein erster Schritt und signalisiere, dass etwas verändert werden müsse. Das Vorgehen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Gandersheim wurde sogar als ein Meilenstein bezeichnet.

SPD-Sprecher Dr. Hermann Weinreis sieht den Änderungsauftrag ebenfalls als ersten Schritt an, forderte aber noch mehr als nur eine verkehrsabhängige Schaltung.

Die Ampel auf dem Postberg ist seit Beginn umstritten. Tenor der meisten Verkehrsteilnehmer: Die Ampel an der Kreuzung Bahnhofstraße/Bella Clava und Albert-Schweitzer-Straße führe nur zu Verkehrsbehinderungen und Staus. Wenn sie abgeschaltet ist, fließe der Verkehr besser.

Deutlich wurde das während einer Probephase während der Sommerferien, als die Ampel abgeschaltet blieb. Nach den Ferien und der Wiederinbetriebnahme häuften sich Staus wieder, vor allem wegen der Baustelle Wiesenstraße, die zu einer zusätzlichen Verkehrsbelastung am Postberg führe.

Kreisel bis Dezember vertagt

Vertagt worden ist das Thema Kreiselbau an der Kreuzung Wiesenstraße/Alleestraße in Uslar im Zuge der Wiesenstraßenerneuerung. Der zuständige Landkreis Northeim – es handelt sich bei der Wiesenstraße um eine Kreisstraße – hat noch keine Entscheidung getroffen, ob tatsächlich ein Kreisel gebaut wird. Die Beratung im Bauausschuss des Landkreises ist in den Dezember vertagt worden, berichtete Uslars Bürgermeister Bauer dem Stadtrat. Bauer betonte, dass die Stadt am Plan festhalte, der bereits festgestellt wurde: Der sieht einen Kreisel an der Einmündung in die Alleestraße vor.

Grund für die wieder aufgenommene Beratung ist, dass der Landkreis die enormen Kosten für den Kreiselbau an der Stelle zu Bedenken gegeben hat. Das liege am Martinsbach, der unter der Kreuzung hindurchfließt, an Grunderwerbsproblemen und an der Kostenexplosion für die Stützwand zur höher gelegenen Sohnreystraße, die über eine Millionen Euro verschlingen würde. (fsd)

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