SPD nominiert Johannes Schraps als Bundestagskandidat - Lösekrug-Möller hört auf

Der neue SPD-Kandidat: Johannes Schraps (Mitte) mit den Delegierten aus Uslar und Bodenfelde (von links) Reinhard Klinge, Werner Schladerbusch, Roland Oldriks, Swenja Noack, Artur Görder, Gerd Nolte, Julia Hellemann, Hanna Antoniades, Harry Erfurt, Stefan Fiege, Elli Bolz, Sonja Gierke, zugleich im Präsidiums der Wahlkreiskonferenz, Dr. Hermann Weinreis und Christina Küster. Foto: nh

Uslar/Buchhagen. Johannes Schraps aus Groß-Berkel (Gemeinde Aerzen) ist der Kandidat, den die SPD bei der Bundestagswahl im hiesigen Wahlkreis 46 (Hameln-Pyrmont, Holzminden, Bodenfelde und Uslar) ins Rennen schickt.

Gabriele Lösekrug-Möller tritt auf eigenen Wunsch nicht mehr an.

Der 34-Jährige Politikwissenschaftler Schraps setzte sich am Samstag in Bodenwerder-Buchhagen während der Wahlkreiskonferenz deutlich gegen seine beiden Mitbewerber durch. Von den 184 abgegebenen Stimmen der Delegierten entfielen 115 Stimmen (das sind 63 Prozent der abgegebenen Stimmen) auf Johannes Schraps, der somit im ersten Wahlgang zum Kandidaten der SPD gewählt wurde.

Seine Mitbewerber waren Steffen Knippertz aus Hameln (33, Lehrer, Anti-Gewalt- und Kompetenztrainer), der 46 Stimmen (25 Prozent) bekam, und Christoph Schnurpfeil aus Bodenwerder, Jahrgang 1970 und Sozialpädagoge, der 22 Stimmen (12 Prozent) erhielt. Eine Stimme von den 184 abgegebenen war ungültig.

Erfahrung in Berlin und EU

Schraps hat im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern schon Erfahrungen auf der politischen Ebene in Berlin und darüber hinaus gesammelt. Der Master of Arts in Politikwissenschaft war Parlamentarischer Assistent bei der EU in Brüssel und ist zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag. Schraps sagte nach seiner Wahl, sein Ziel sei es, für die SPD wieder das Direktmandat für den Wahlkreis gewinnen zu wollen. Er wolle sich in Berlin für das Weserbergland einsetzen, vor allem für wichtige Infrastrukturmaßnahmen.

Blumen für die Kandidaten: Sieger Johannes Schraps (Mitte) mit seiner Vorgängerin Gabriele Lösekrug-Möller (rechts daneben), Steffen Knippertz (links) und Christoph Schnurpfeil sowie die Hamelner Unterbezirksvorsitzende Barbara Fahnke. Foto: nh

Der neue und junge Bundestagskandidat der SPD tritt im Wahlkreis 46 und darüber hinaus in große Fußstapfen, hinterlassen von Gabriele Lösekrug-Möller, kurz LöMö genannt, die seit 2001 Mitglied im Deutschen Bundestag und vorwiegend in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik tätig ist. Sie ist in der zu Ende gehenden Wahlperiode Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales und hat nicht nur in ihrem Wahlkreis einen guten Ruf. Sie hat sich in der ganzen Region und darüber hinaus großen Respekt erworben, hieß es am Samstag über das Erbe von LöMö.

Schraps war zuletzt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro des stellvertretenden Vorsitzenden im Europaausschuss, Achim Bachmann, Bundestagsabgeordneter aus Wolfsburg, und für die inhaltliche Aufbereitung der Ausschuss- und Parlamentsarbeit im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union zuständig.

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