SPD-Kreistagsfraktion

Forderung nach Radweg für Vahle bekommt Unterstützung

Gefährlich für Radfahrer: Auf der Kreisstraße von Vahle nach Eschershausen hat es schon einige Unfälle mit Personenschaden gegeben.
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Gefährlich für Radfahrer: Auf der Kreisstraße von Vahle nach Eschershausen hat es schon einige Unfälle mit Personenschaden gegeben.

Der Vahler Ortsrat fordert weiterhin den Radweganschluss für das Dorf.

Vahle – Einige Unfälle mit Personenschaden, aber immer noch kein Radweg. Das ist die Situation an der Kreisstraße 446 zwischen Eschershausen und Vahle. Die Forderung des Ortsrates Vahle, dort einen Radweg zu bauen, wird inzwischen von der SPD-Kreistagsfraktion unterstützt.

Im November hatten Mark Baller und Norbert Linkmann im Namen des Vahler Ortsrats Bürgermeister Torsten Bauer einen entsprechenden Antrag übergeben. Vahle ist eines der wenigen Dörfer, das noch keine Radweganbindung an die Kernstadt oder das übrige Radwegenetz hat.

Jugendliche, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sind dafür 1,4 Kilometer ungeschützt auf der Kreisstraße unterwegs, bis sie den von Eschershausen kommenden Radweg an der Landesstraße 548 nutzen können.

Weil die Kreisstraße schnurgerade ist, lade sie Autofahrer geradezu dazu ein, schnell zu fahren. Bei Überholmanövern steige die Gefahr für Radfahrer, die durch eine Kuppe zudem schwer zu sehen seien. Das habe bereits zu einem tödlichen Unfall mit einem Kind geführt.

Eine alternative Strecke, die als Radweg ausgewiesen ist und durch die Feldmark von Dinkelhausen über Vahle bis nach Eschershausen führt, lehne der Ortsrat ab, sagte Linkmann. Diese Route sei in einem katastrophalen Zustand, sehr einsam gelegen und damit für Kinder und insbesondere weibliche Jugendliche nicht zu empfehlen. Das sieht auch die Schülervertretung des Gymnasiums Uslar so, die einen entsprechenden Brief an Landrätin Astrid Klinkert-Kittel geschickt hat.

Heidi Emunds, Kreistagsabgeordnete der SPD aus Vahle, hat das Thema aufgegriffen. Beim ersten Präsenztreffen nach dem Lockdown, das in Eschershausen stattfand, ließen sich die Mitglieder der SPD-Fraktion die Situation vor Ort von Norbert Linkmann zeigen und äußerten ihre Unterstützung.

Drei Jahre lang habe der Kreis den Ausbau der Radwege ausgesetzt, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Schwarz, damit müsse jetzt Schluss sein. Schwarz äußerte zugleich Verständnis für den Landkreis, denn schließlich sei der Radwegeausbau eine freiwillige Aufgabe und die finanzielle Situation angespannt.

Frauke Heiligenstadt forderte, nicht nur für Touristen, sondern vor allem für Alltagsfahrer wie die Schüler gute Verbindungen zu schaffen. Das gelte exemplarisch auch für andere Orte im Landkreis. Schwarz und Heiligenstadt wiesen außerdem darauf hin, dass es verstärkt Geld vom Land und vom Bund für den Ausbau des Radwegenetzes gebe. Gudrun Porath

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