Online-Wörterbuch zur Rettung des Offenser Plattdeutsch

Werner Pape

Offensen. „Ende der nächsten 20 Jahre, also 2035, wird es in Offensen keine Person mehr geben, die die regionale Mundart – das Offenser Platt – gänzlich in Schrift und Sprache beherrscht.“

Diese Vorhersage wagt Offensein Ortsheimatpfleger Dietmar Wieneke und geht sogar noch weiter: „Die regionale Mundart in Südniedersachsen und Nordhessen ist vom Aussterben bedroht.“

Dietmar Wieneke

Der Ortsheimatpfleger macht sich aber nicht nur Sorgen, sondern arbeitet gegen das Aussterben der plattdeutschen Sprache und verweist auf das Projekt „Rettet das Offenser Platt“. Dahinter steckt ein Online-Wörterbuch und die Erklärung, wie es zu der Entwicklung gekommen ist.

Zum Plattdeutschen Team, das sich den Erhalt des Offenser Platt auf die Fahnen geschrieben hat, gehören neben dem Ortsheimatpfleger noch Werner Pape und Frank Friedrichs. Sie sind bereits seit März 2013 aktiv.

Der Offenser Ortsheimatpfleger berichtet, dass die Idee von ihm stammt und er mit Hilfe von Frank Friedrichs das Grundgerüst für das Online-Wörterbuch aufgestellt hat. Dazu wurden 850 Wörter selektiert – auf der Basis des Deutschen Einstiegswortschatzes der Universität Leipzig.

Frank Friederichs übernahm die Programmierung. Werner Papes Aufgabe lautet, seinen plattdeutschen Sprachschatz in einem kleinen Tonstudio aufzunehmen. Dazu schrieb er die Begriffe in plattdeutscher und hochdeutscher Schrift auf und lud alles auf die Internetseite hoch.

Nach und nach wird gefüttert

Dietmar Wieneke bearbeitete die Sprachsätze, entfernte Störgeräusche und brachte die Dateien alle auf eine gemeinsame Lautstärke. So wird das Wörterbuch nun nach und nach mit Wörtern und Sätzen gefüttert. (fsd)

Das Plattdeutsche Wörterbuch ist im Internet

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