Mitgliederlage ist bedenklich

Ortsfeuerwehr Uslar holt sich Hilfe aus Dinkelhausen

Uslar. Die Kernstadt-Feuerwehr Uslar hat Sorgen. Die Mitgliederlage ist bedenklich, berichten Ortsbrandmeister Mike Beskow, sein Stellvertreter Michael Kuttig und Pressewart Stefan Jordan nach der Jahreshauptversammlung.

Hinzu kommt, dass der Landesrechnungshof der Kernstadt-Feuerwehr eine personelle Unterdeckung bescheinigt.

Konkret bedeutet das, dass die Zahl von derzeit 49 Aktiven (im Jahr davor waren es 53) für die Behörde nicht ausreicht, um den umfangreichen Fuhrpark verlässlich zu besetzen. Der Landesrechnungshof hat eine erforderliche Zahl von 60 Aktiven ermittelt.

Die Feuerwehr hat bereits reagiert. Nachdem die Werbekampagne des Landes wenig erfolgreich war, berichtet die Uslarer Wehr, mussten andere Lösungen her. Sie hat sich mit der Ortsfeuerwehr Dinkelhausen einen Partner gesucht, der über eine große Anzahl von aktiven Mitgliedern verfügt und sie bei größeren Einsätzen mit Personal ergänzt.

Gespräche auf allen Ebenen

Die Dinkelhäuser Feuerwehr ist in die Alarmierung der Ortsfeuerwehr Uslar mit aufgenommen worden. Zuvor wurden deshalb klärende Gespräche auf allen Ebenen geführt, die zu diesem positiven Ergebnis geführt haben, berichtet die Uslarer Feuerwehrführung.

Zur Mitgliederentwicklung berichtet die Wehr, dass sechs neuen Einsatzkräften zehn gegenüber stehen, die nicht mehr zum Kreis der Aktiven gehören. Außerdem gibt es vier Zusatzkräfte, so genannte Doppelmitglieder.

Außerdem hat die Uslarer Ortswehr 22 Mitglieder in der Jugendabteilung (im Vorjahr 33), 43 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung (36) und 151 fördernde Mitglieder (145).

Wehr will weiter werben

Die Wehr will weiterhin die Werbetrommel rühren. Die Führungsspitze der Wehr macht klar: Es werde immer jemand gebraucht, „der sich ein Atemschutzgerät aufsetzt, ein Strahlrohr nimmt, ins Haus geht und das Feuer ausmacht. Diese Leute haben wir noch, aber wir werden nicht jünger, und so eine Person muss erst durch eine lange Schule gehen.“

Wahlen zum Kommando standen nicht auf der Tagesordnung. (fsd)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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