Ortsrat Eschershausen bleibt weiter hart in Sachen Grundstücksgrenzen

Nach wie vor ein Streitpunkt: Die Hecke und zwei größere Steine auf einer öffentlichen Fläche vor einem Privatgrundstück am Lindenhof zwischen Uslar und Eschershausen. Archivfotos: Dumnitz

Eschershausen. Steinhart bleiben wollen die Mitglieder des Eschershäuser Ortsrates in Sachen Nutzung/Einfriedung von öffentlichen Flächen im Dorf und vor einem zur Gemarkung Eschershausen gehörenden Grundstück am Lindenhof.

Man werde erst Ruhe geben, wenn die Stadt das umsetze, was jüngst zwischen Ortsratsmitgliedern und Uslars Bürgermeister Torsten Bauer abgesprochen worden sei, hieß es am Montag in der öffentlichen Sitzung des Ortsrates im Gasthaus Johanning.

Alfred Kreike

Fünf Zuhörer verfolgten die Sitzung, in der Ortsbürgermeister Alfred Kreike noch einmal sagte, worum es dem Ortsrat geht. An dem Grundstück vor einem Privathaus am Lindenhof stört eine nach Ansicht des Dorfgremiums zu dicht an der Fahrbahn angepflanzte Hecke und zwei größere Steine, die aus Sicht des Ortsrates eine Gefährdung darstellen. Besprochen worden sei mit Bauer, dass die Hecke nur eine bestimmte Höhe und Breite haben dürfe und dass die Steine ganz entfernt werden müssten. Bisher sei das nicht passiert. Deshalb beharre man einmütig auf die Umsetzung.

Ortsratsmitglied Manfred Heinemann, dem ein Schreiben der Stadtverwaltung an den Anwohner am Lindenhof vorliegt, sagte, dass das Schreiben aus Sicht des Ortsrates eine „Frechheit“ sei und der Inhalt nichts mit den Absprachen beim Bürgermeister zu tun habe.

Ärger am Malerberg 

Anschließend verlas der Ortsbürgermeister das Schreiben eines Grundstückseigentümers an der Straße Am Malerberg. Dieser sei von der Stadtverwaltung aufgefordert worden, einen Maschendrahtzaun vom städtischen Grundstück wieder abzubauen.

Darüber ist der Anwohner verärgert und kündigt in dem an Kreike gerichteten Schreiben an, dass er sich darum bemühen werde, dass nun auch andere Missstände im Dorf abgestellt würden. Fahrzeuge dürften nicht auf Bürgersteigen/Gehwegen abgestellt werden und auch dauerhafte Brennholzlagerungen auf öffentlichen Flächen seien dann nicht mehr zu dulden.

Gleichzeitig kündigte der Grundstückseigentümer in seinem Schreiben an, sich nach dem Rückbau seines Zaunes nicht mehr um die Pflege der etwa 70 Zentimeter breiten städtischen Fläche vor seinem Grundstück zu kümmern.

Das sagt Bürgermeister Torsten Bauer... 

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer sagte am Dienstag auf Anfrage der HNA, dass die Stadt grundsätzlich an einvernehmlichen Lösungen in Bezug auf Nutzung und Pflege von öffentlichen Flächen vor Grundstücken interessiert ist. An dem Grundstück am Lindenhof regele ein Vertrag mit dem Hausbesitzer die Angelegenheit. Ergänzt werden solle diese Vereinbarung - so wie mit einigen Ortsratsmitgliedern besprochen - um den Passus der Ausmaße der Hecke (Höhe/Breite). Außerdem sollen die beiden aufgestellten Steine entfernt werden.

Den Grundstückseigentümer an der Straße Am Malerberg in Eschershausen habe die Stadt schriftlich aufgefordert, den eigenmächtig aufgestellten Maschendrahtzaun wieder zu entfernen. Hintergrund sei, dass der Anwohner die Stadt nicht gefragt hat und es auch keine vertragliche Regelung gebe. Den Zaun müsse er rund 70 Zentimeter bis an seine Grundstücksgrenze zurücksetzen. Dass der Anwohner darüber und über die Kritik des Ortsrates bezüglich des Zaunbaus verärgert sei, sei zu erwarten gewesen. Aber eigenmächtiges Handeln auf öffentlichen Grundstücken sei von der Uslarer Stadtverwaltung nicht hinnehmbar. (jde)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.