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Ortsrat Schönhagen will mehr Druck für Hochwasserschutz machen

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Von: Jürgen Dumnitz

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Trügerisches Dorfidyll in Schönhagen: So wie hier plätschert die Ahle nicht immer durch den Ort. Bei längerer Trockenheit fehlt Wasser fast komplett, nach Starkregen ist das teils gemauerte Durchflussbett teils randvoll. Der Ortsrat wünscht sich kleine Hochwasserschutzmaßnahmen schon weit vor den Grenzen des Dorfes.
Trügerisches Dorfidyll in Schönhagen: So wie hier plätschert die Ahle nicht immer durch den Ort. Bei längerer Trockenheit fehlt Wasser fast komplett, nach Starkregen ist das teils gemauerte Durchflussbett teils randvoll. Der Ortsrat wünscht sich kleine Hochwasserschutzmaßnahmen schon weit vor den Grenzen des Dorfes. © Jürgen Dumnitz

„Für den Hochwasserschutz brenne ich“, sagte Schönhagens Ortsbürgermeister Herbert Hühne während der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortrates. Er bedauert, dass zwar nach Überflutungen darüber gesprochen, seit Jahren aber nichts bauliches dafür getan worden sei.

Schönhagen - Das mit dem Hochwasserschutz soll sich jetzt ändern: Der Ortsrat Schönhagen setzt auf kleine und wirkungsvolle Maßnahmen bereits vom Quellgebiet der Ahle und damit weit vor dem Dorf und will vor allem den Druck auf die Stadtverwaltung, den Bürgermeister und den Landkreis erhöhen.

Nach Ansicht von Hühne müsste Hochwasser schon in den Ahlewiesen länger in der Fläche gehalten werden. Kleine Maßnahmen, die nicht viel kosten, hält er für geeignet. Davon würden auch die Unterlieger in Sohlingen und an der Wiesen- und Alleestraße in Uslar profitieren, hieß es im Ortsrat im Gasthaus Zur Harburg. „Nichts zu machen ist sträflich“, sagte Hühne. Das sehen auch die anderen Ortsratsmitglieder so.

Man habe mit den Ortsräten Kammerborn und Sohlingen gesprochen. An Kammerborn fließe die Ahle nur vorbei, vom Sohlinger Ortsrat gebe es jedoch Unterstützung für die Forderungen zum Hochwasserschutz. Vorgesehen sei im Mai ein Treffen mit allen Fachleuten der Stadt und des Kreises. Ein Termin stehe aber noch nicht fest.

Mehr Nachdruck bei den zuständigen Stellen will der Ortsrat Schönhagen auch beim Thema Verkehrssicherheit ausüben. Einmal mehr wurde über die Bundesstraße 241 im Bereich der Ortsdurchfahrt diskutiert. Trotz Ampelanlage zwischen Grundschule und der alten Post werde „viel zu schnell“ gefahren, hieß es vom Ortsrat und auch von den 20 Einwohnern, die sich rege an den Gesprächen beteiligten.

Bei einem Ortstermin will der Ortsrat den Bereich zwischen Kindergarten, Schule und Gemeindehaus in Augenschein nehmen. Der Ortsrat wünscht sich – wie auf einem Teilabschnitt der Bundesstraße in Bollensen – Tempo 30 für alle Verkehrsteilnehmer.

„Wenn man mit 30 Stundenkilometern durch den Ort fährt, braucht man zwei Minuten, sonst eine“, rechnete Herbert Hühne vor. Die Sicherheit gehe aber vor. Oft genug würden gefährliche Situationen etwa mit Lastwagen an der Fußgängerampel vor dem Schulhaus beobachtet, hieß es mehrfach.

Es dürfe aus Sicht des Ortsrates nicht sein, dass da nicht sofort was gemacht werde und man Verkehrsschauen ohne den Ortsrat mache. Vom Tenniscenter bis zum Ortsschild müsste auf alle Fälle auch ein Tempo 70-Schild angebracht werden.

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, will der Ortsrat Unterschriften im Dorf sammeln, „damit endlich was passiert“, wie es hieß. (Jürgen Dumnitz)

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