Ortsrat Verliehausen fordert Asphalt für den Radweg

Probefahrt zur Einweihung im Juni 2013: Nach Ansicht des Verliehäuser Ortsrates müsste der geschotterte Rad- und Fußweg im Schwülmetal asphaltiert werden. Archivfoto: Dumnitz

Verliehausen. Weil es aus den Dörfern im Uslarer Land öfter Kritik kam, dass die Ortsräte zu bestimmten Themen nicht gefragt worden seien, werden sie jetzt von der Stadt aufgefordert, sich zum 52-seitige Beteiligungsverfahren des Raumordnungsprogramms zu äußern.

Für den Verliehäuser Ortsrat stehen fünf Dinge oben auf der Wunschliste für eine gute Infrastruktur: Eine Haltestelle der Regionalzüge im Ort (alter Bahnhof), ein leistungsfähiges Breitbandnetz, die Stärkung der Vereine inklusive normgerechter Unterkunft für die Feuerwehr, eine Reparatur der Bahnbrücke und eine Asphaltschicht für den 2013 eingeweihten Rad- und Fußweg zwischen Verliehausen und Offensen, der jetzt nur geschottert ist.

Auf diese Wünsche einigten sich die Ortsratsmitglieder in der öffentlichen Sitzung am Dienstag im Gasthaus Zum Bahnhof vor neun Zuhörern. Nach Ansicht der Lokalpolitiker sei eine Umsetzung dieser Wünsche für die nächsten Jahre wichtig für das Dorf.

Ortsbürgermeister Bodo Leßner sagte, dass es in Sachen Unterkunft für die Ortsfeuerwehr einen Rückschlag gegeben habe. Überlegt worden war, die Feuerwehr und das Fahrzeug in einem Teilbereich einer Firma im ehemaligen Gaststättengebäude unterzubringen. Das scheitere aber an der Raumhöhe, sagte Leßner.

Kritik an der Stadt

Dann gab es noch Kritik im Dorfgremium: Unmut äußerte der Ortsrat über die Stadtverwaltung. Nach einem Ortstermin auf dem Friedhof sei der Verwaltung mitgeteilt worden, wie die Fläche belegt werden soll. Darüber habe sich die Verwaltung hinweggesetzt und anders entschieden. Und zwar so, dass es im Ortsrat zu Kopfschütteln und Unverständnis führte. Der Ortsrat fordert eine gewisse Ordnung auf dem Friedhof und will seinen Plan noch einmal der Verwaltung mitteilen.

Vorwurf: Untätigkeit

Außerdem warf Ortsratsmitglied Matthias Figge Ortsheimatpfleger Heinrich Ropeter Untätigkeit vor. „Ich spreche Heinrich das Misstrauen aus, der hat nichts gemacht, ist nicht der richtige Mann dafür“, sagte Figge, der nach eigenen Angaben mehrmals vergeblich einen Rechenschaftsbericht vom seit 2001 amtierenden Ortsheimatpfleger gefordert habe.

Auf Antrag von Jürgen Nolte soll Ropeter zur nächsten Ortsratssitzung eingeladen werden und Stellung beziehen. Dem stimmte der Ortsrat einmütig zu. (jde)

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