Sorge um Erdfälle

Pastor Scholz aus Volpriehausen stützt Initiative gegen Atommülllager Würgassen

Karl-Otto Scholz, Pastor in Uslar-Volpriehausen und Bollensen
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Karl-Otto Scholz, Pastor in Uslar-Volpriehausen und Bollensen

Mit Pastor Karl-Otto Scholz aus Volpriehausen gibt es einen neuen Mitstreiter in der Bürgerinitiative Bördeland und Diemeltal gegen die Pläne in Würgassen.

Würgassen – Nachdem die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) die jüngsten Äußerungen der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal zu geologischen Risiken im Untergrund des Standortes für das geplante Atommülllager Würgassen abgewiesen hat, weist die Initiative die Äußerungen der BGZ zurück.

Bei der Vorstellung eines neuen Arbeitskreises der Bürgerinitiative wurden Aussagen des Geologen Dr. Claus Schubert hervorgehoben, der im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben von großen Risiken im Untergrund sprach, weil die gesamte Region durch Erdfälle (Dolinen) gefährdet sei.

Nach Rücksprache mit dem Geologen, heißt es in einer Pressemitteilung, dass die „hastige Erwiderung der BGZ“ nicht geeignet ist, die vorgetragen Argumente der geologischen Risiken zu entkräften. Die sofortige dünnhäutige Reaktion der BGZ habe gezeigt, dass die Kritik ins Schwarze getroffen habe.

Damit solle die löcherige Argumentationskette der BGZ überspielt werden, teilt Edith Götz vom Arbeitskreis mit. Die BGZ hatte das Risiko für Erdfälle als weniger gravierend eingestuft und erklärt, dass man die Hinweise prüfen werde.

Weiterer Mitstreiter der Bürgerinitiative ist Pastor Karl-Otto Scholz aus Volpriehausen. Durch sein Mitwirken werde der Widerstand entlang einer möglichen Haupt-Transportroute ausgeweitet.

Scholz habe sich maßgeblich um eine gemeinsame Würgassen-Resolution bemüht, die im Dezember in der Kirchenkreissynode Leine-Solling mit großer Mehrheit beschlossen wurde, heißt es von Edith Götz. (Thomas Thiele, Jürgen Dumnitz)

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