Mehrere Verletzte, Tränengas eingesetzt

Nachbarschaftsstreit in Uslar eskaliert: Mitbewohner mit Armbrust bedroht

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Mit einer Armbrust bewaffnet: Weil es einem Mann in Uslar im Mietshaus zu laut wurde, zog er mit der Armbrust ins Treppenhaus, um seiner Beschwerde Gewicht zu verleihen. Durch das Reizgas seines Kontrahenten wurden mehrere Bewohner verletzt. Das Bild ist ein Symbolbild, das aus dem Jahr 2013 stammt.

Großes Polizeiaufgebot in einem Mehrfamilienhaus in Uslar: Ein Bewohner bedrohte einen anderen mit einer Armbrust. Der wehrte sich mit Tränengas, mehrere Personen wurden verletzt.

Aktualisiert um 10.56 Uhr - Gegen 19 Uhr am Montag war die Polizei an die Lavesstraße in Uslar gerufen worden. An der Hauseingangstür angekommen, hörten die Polizisten schon Geschrei im Treppenhaus. Schnell fanden die Beamten heraus: Ein 31-jähriger Bewohner des Mehrfamilienhauses bedrohte einen Mitbewohner im Hausflur mit einer Armbrust. Dabei trug er ein kleines Kind auf dem Arm. Der Bedrohte wiederum wehrte sich mit Tränengas.

Nach Eskalation in Uslar: Polizei stellt zwei Armbrüste sicher

Die Polizisten riefen mehrere Streifen zur Unterstützung. So schafften es die Beamten, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Sie setzten den Mann mit der Armbrust außer Gefecht, indem sie ihm Handfesseln anlegten. Die Armbrust wurde sichergestellt.

Durch das Tränengas, das der bedrohte Bewohner versprüht hatte, wurden mehrere Personen verletzt. Eine Frau und ihre drei Kinder wurden aufgrund von Augenreizungen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Höxter (Nordrhein-Westfalen) gebracht.

Die Polizei durchsuchte die Wohnung des 31-Jährigen. Dabei fanden sie eine weitere Armbrust, eine Softairwaffe und ein Taschenmesser. Um zu verhindern, dass der Mann weitere Straftaten begeht, wurde er in Polizeigewahrsam genommen.

Wie die Polizei danach herausfand, war der Streit unter den Bewohnern wegen der Lautstärke der Kinder im Treppenhaus entstanden. Gegen den Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Für den Verstoß gegen das Waffengesetz sieht der Gesetzgeber ein Bußgeld oder bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe vor. Wer mit Waffen gewerbsmäßig handelt, dem drohen sogar zehn Jahre Freiheitsstrafe. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Hier eskalierte der Nachbarschaftsstreit in Uslar

Streit in Baunatal: Nachbarn gehen mit Axt und Pizzamesser aufeinander los

Ein Streit zwischen zwei Nachbarn in Baunatal hat im Dezember 2017 Schlagzeilen gemacht: Mit einem Pizzamesser stach ein 63-Jähriger auf den Oberkörper seines Nachbarn ein. Das Opfer wurde schwer verletzt. Die Attacke mit dem Messer im Stadtteil Rengershausen soll in Notwehr passiert sein. Der 63-Jährige sei zuvor von seinem 44-jährigen Nachbarn mit einer Axt bedroht worden.

Den kompletten Bericht zum blutigen Nachbarschaftsstreit in Baunatal lesen Sie in einem gesonderten Artikel.

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