Polizeidirektor: Bleiben in Uslar mit Rund-um-die-Uhr-Dienst präsent

Das Polizeikommissariat Uslar: Es soll laut Polizeidirektor Rusteberg keinen Stellenabbau und keine Reduzierung des Rund-um-die-Uhr-Dienstes geben. Archivfoto: Mönkemeyer

Uslar. Bei der Polizei in Uslar war in den vergangenen Wochen von Stellenabbau die Rede und von Reduzierung beim Rund-um-die Uhr-Dienst. Die Sorge um die Sicherheit im Uslarer Land ging um. Wir baten die Polizei um Stellungnahme. Sie sagt: Nichts von dem treffe zu.

Das verkündete der zuständige Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg, Chef der Polizeiinspektion Northeim/Osterode, im Beisein der Uslarer Kommissariatsleiterin Martina Stülzebach bei einem Besuch in der HNA-Redaktion Uslar. Es werde bis 2020 keine Dienststelle geschlossen. Und die Rund-um-die-Uhr-Dienste bleiben überall bestehen – auch in Uslar.

Auslöser für die Gerüchteküche ist nach Angaben von Rusteberg die Organisationsuntersuchung, die in der Polizeidirektion Göttingen im Oktober 2014 begonnen hat. Dabei geht es darum, die Leistungsfähigkeit der Polizei zu erhalten. Modifizierungen würden in einem Zeitfenster von 2016 bis 2020 umgesetzt.

Neubewertung der Arbeit

Es handele sich in Zeiten des demografischen Wandels und der neuen Kriminalitätsformen wie Internetkriminalität und auch der aktuellen Sicherheitslage um eine Neubewertung polizeilicher Aufgaben in unser Region, machte Polizeidirektor Rusteberg Werbung für die interne Untersuchung. Gleichwohl werde man sich bürgerorientiert und professionell auch zukünftig um die Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls und schwerster Verkekehrsunfälle kümmern.

Auf Grundlage der Organisationsstruktur und einer Bedarfsanalyse sind von der Polizei die Stärken ermittelt worden, die den Dienststellen ab 1. Oktober zur Verfügung stehen. Zuletzt waren in Uslar immer knapp über 30 Mitarbeiter im Polizeikommissariat tätig. Rusteberg: „In diesem Jahr ist eine wesentliche Reduktion nicht vorgesehen.“ Und die Fluktuation des Personalbestandes bewege sich im normalen Bereich.

Der Streifen- und Einsatzdienst werde für Uslar rund um die Uhr beibehalten. Der einzige Unterschied, räumte der Polizeidirektor ein, könne darin bestehen, dass die Wache nachts und am Wochenende nicht besetzt sein könnte. Rusteberg: „Wir bleiben aber in der Fläche.“ Er werde auch nicht jubeln, weil er wie alle anderen auch gern mehr Personal zur Verfügung hätte. Doch es bestehe kein Grund zur Sorge.

Uslars Polizeichefin Stülzebach legte Wert darauf, dass nach der Organisationuntersuchung die Personalstärke bleibe. Damit sei der Rund- um-die-Uhr-Dienst gesichert. Uslar soll auch in Zukunft eine sichere Gegend bleiben, sagte der Polizeidirektor und lobte die nach wie vor gute Arbeit, die in Uslar geleistet werde.

Außerdem werden im Polizeikommissariat Uslar dieses Jahr noch Tablet-Computer für die Polizeibeamten zum Einsatz kommen. Für den Fall, dass die Wache nachts und am Wochenende nicht besetzt sein sollte, steht dort ein Gerät so ähnlich wie früher der eiserne Polizist bereit, um Kontakt aufzunehmen.

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