726 von 957 Straftaten aufgeklärt

Polizeikommissariat Uslar klärte 2014 herausragend viele Fälle

Erfolg: Dieses Diebesgut stellte die Polizei im September 2014 bei einem Trio aus Uslar sicher, das in Vereinsheime, Werkstätten, Gartenhäuser und Wohnungen eingebrochen war. Hier sichten Michael Horst (rechts) und Heiko Windolf das Material. Archivfoto: Schneider

Uslar/Bodenfelde. Doppelten Grund zur Freude hat das Polizeikommissariat Uslar mit Blick auf die Zahlen vom vorigen Jahr.

Beim Unfallgeschehen lag das Kommissariat insgesamt gesehen im vergangenen Jahr im grünen Bereich, während bei den Straftaten eine herausragende Aufklärungsquote von 75 Prozent erreicht wurde.

Wie die Kommissariatsleiterin Martina Stülzebach und ihr Stellvertreter Jürgen Don bei der Vorstellung der Statistik für 2014 berichteten, wurden 726 von 957 Straftaten aufgeklärt. Mit der Quote liege man deutlich über dem Schnitt. Den Erfolg führt Jürgen Don, Leiter des Ermittlungsdienstes, auf die gute Teamarbeit und das Engagement in der Sache zurück. Nicht zu vergessen sei auch Kommissar Zufall.

Brände in Schönhagen 

Don erinnert daran, dass im Vorjahr unter anderem zwei große Einbruchsserien aufgeklärt wurden, darunter die Bande aus der Kernstadt, die das Diebesgut mit Fahrrädern abtransportierte. Derzeit konzentriere sich die Ermittlungsarbeit der Polizei auf die Aufklärung der Brände in Schönhagen aus den beiden Vorjahren sowie nach den Zigarettendiebstählen in Uslar und Bodenfelde auf eine bundesweit agierende Gruppe.

Schwerpunkt werde auch in diesem Jahr wieder die Arbeit auf dem Rauschgiftsektor sein. 2014 registrierte die Uslarer Polizei 957 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. 2013 waren es 932 Fälle. Dabei würden Drogen vermehrt auch an Kinder und Jugendliche abgegeben, berichtet Jürgen Don und spricht von einem weit verbreiteten Unrechtsbewusstsein in der Szene. In dem Zusammenhang warnt die Polizei speziell vor den so genannten Kräutermischungen (Legal Highs) wegen der gesundheitlichen Folgen: Man wisse nie, was wirklich drin ist.

Eine zunehmende Rolle spiele auch der Internetbetrug, sagt Jürgen Don und warnt die Menschen davor, zu leichtsinnig zu sein und verweist auf das Beispiel des jungen Bodenfelders, der für weit über 200 Straftaten allein im Internetbereich ins Gefängnis gekommen ist.

Weit weniger Unfallopfer 

Als erfreulich wertet die Polizei in Uslar die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen im vergangenen Jahr: In der Statistik sind nur ein tödlicher Unfall und zehn Schwerverletzte sowie 32 Leichtverletzte aufgeführt. 2013 waren es noch fünf und im Jahr davor gar 13 Verkehrstote sowie 118 beziehungsweise 132 Schwerverletzte.

Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt ist mit 366 (2013: 367) fast gleich geblieben. In vier Fällen standen die Unfallfahrer unter Alkoholeinfluss. Auf diesem Gebiet habe die Polizei im präventiven Bereich viele vorher aus dem Verkehr gezogen, berichtet Uslars Polizeichefin Martina Stülzebach von einer hohen Quote: 31 Autofahrer mussten 2014 zur Blutprobe und durften nicht mehr weiterfahren. Hinzu kamen 20 Fälle von Drogeneinfluss (2013: 13).

Zu viele Unfallfluchten 

Auffällig ist im Bereich des Polizeikommissariats Uslar die Zahl von 82 Unfallfluchten. Die meisten sind in die Kategorie „Parkplatzrempler“ einzuordnen und meistens kostenintensiv. Und: Die Polizei registriert in den meisten Fällen ein wenig ausgeprägtes Schuldbewusstsein. So würden viele Unfallfahrer von Zeugen aufmerksam gemacht, aber dennoch davonfahren. Deshalb ist die Polizei nach wie vor auf Zeugenhinweise angewiesen, um die Fälle aufzuklären.

Aus der Unfallstatistik ist abzulesen, dass es im vorigen Jahr keine klassischen Unfallschwerpunkte gab. Allerdings gab es auf bestimmten Abschnitten Häufungen wie auf der Bundesstraße B 241 zwischen Volpriehausen und Bollensen mit insgesamt 51 Unfällen.

91 Wildunfälle 

Anhaltend groß ist die Zahl von 91 Wildunfällen im vergangenen Jahr. Der Tipp der Polizei lautet wie in den Vorjahren, in den Gebieten mit viel Wildwechsel entsprechend vorsichtig zu fahren.

Als große Unfallgefahr sieht die Polizei weiterhin die Benutzung eines Handys während der Fahrt. Gerade bei jungen Leuten sei das zu beobachten. Darauf werde die Polizei auch dieses Jahr wieder ein großes Augenmerk richten.

Außerdem werde die Polizei die Verkehrsüberwachung fortsetzen, kreisweit und speziell in Uslar, kündigten Martina Stülzebach und Jürgen Don für dieses Jahr an. Das sei vor allem im Vorjahr gut gelungen, verweisen Stülzebach und Don auf die niedrige Zahl von Unfallopfern.

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