Ponyhengst Paul aus dem Hutewald ist offiziell als Zuchttier anerkannt

Gute Zuchteigenschaften mit Papieren: Deckhengst „Paul“ mit Frank Grajewski (von links), Inspektor David Brewer, Pferdetrainer Helmut Petersen, den Inspektoren Dr. Sandy Roedde und Dr. Michel Delling, Iris Feischner und Kurt Hapke. Foto:  Naturpark Solling-Vogler/nh

Nienover. „Dieser Hengst zeigt typische Exmoorpony-Merkmale und macht insgesamt einen guten Eindruck. Er wurde von Helmut Petersen gut präsentiert und wird von uns zur Zucht zugelassen."

Das sagte David Brewer, Zuchtinspektor der englischen Exmoorpony-Society, zu Hengst „Paul“, der zum Hutewald-Beweidungsprojekt der Niedersächsischen Landesforsten im Reiherbachtal bei Nienover gehört.

Für die jährlich stattfindende Fohlen- und Hengstinspektion der Deutschen Exmoorpony-Gesellschaft war Brewer aus England angereist. Anders als bei anderen Pferderassen, für die ein deutsches Stutbuch existiert, werden alle englisch abstammenden Exmoorponys im Studbook der Exmoorpony-Society in England registriert.

Reinrassige Ponys

Seit Beginn des Hutewald-Projektes 2000 unterstützt der Naturpark Solling-Vogler die Zucht von reinrassigen und im Exmoorstutbuch registrierten Ponys. Der Grund: Bei den Ponys handelt es sich um eine fast ausgestorbene Pferderasse. Die Ponys gelten als direkte Nachfahren von Wildpferden und werden im Exmoor-Nationalpark in England seit über 1000 Jahren in halbwilder Haltung gezüchtet. Die Kelten haben die Tiere vermutlich nach England gebracht.

Geboren im Reiherbachtal

Hengst Paul lebt seit 2012 im Hutewald-Areal, wo er geboren wurde, und auf den Silberborner Bergwiesen. Er lebt dort wie seine Artgenossen halbwild. Präsentiert wurde der Hengst-Anwärter von Pferdetrainer Helmut Petersen aus Schönhagen. Er hatte Paul schon als Jährling in seiner Obhut, um ihn halfterführig zu machen. Die Inspektion fand deshalb auch auf dem Hof von Petersen statt.

Auf verschiedenen Weiden mit über 300 Hektar betreiben die 67 Exmoorpony im Solling seit Jahren ein Stück weit Landschaftspflege. Projektleiter ist Frank Grajewski, der die Genügsamkeit und die problemlose Haltung lobt. Nur deshalb sei ein so großer Bestand zu managen, sagt Naturpark-Geschäftsführer Kurt Hapke. Die Exmoorponys leben im Hutewald mit robusten Auerochsen, den Heckrindern. (jde)

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