Landkreis: Kein Durchbruch erreicht

Postberg-Ampel in Uslar: Abschaltung vertagt

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Die Postberg-Ampel in Uslar: Seit vielen Jahren fordern die meisten Uslarer, dass die Ampel abgeschaltet wird. 

Die Geschichte um die Postberg-Ampel in Uslar nimmt und nimmt kein Ende.

Die Forderung der Stadt, der Politik, der Verkehrswacht und vor allem von weiten Teilen der Bevölkerung, die Ampel abzuschalten und nur als Bedarfsampel für Fußgänger einzurichten, ist noch nicht in Sicht. Das teilt der Landkreis als zuständige Verkehrsbehörde auf Anfrage der HNA mit.

Zuletzt hatte der Landkreis im Juli verkündet, dass es Ziel sei, die die Gespräche zu dem Thema bis zu den Herbstferien abzuschließen. Doch leider sei bisher kein Durchbruch erreicht, heißt es in der Antwort auf die jüngste HNA-Anfrage beim Landkreis. Aus dem Kreishaus wird berichtet, dass es momentan so aussehe, dass die Ampelanlage auch nach den Herbstferien wieder in Betrieb gehen werde. In der zweiten Oktoberhälfte werde das nächste Gespräch mit Vertretern der Stadt Uslar stattfinden, heißt es weiter.

Tatsächlich zeichnet sich eine einfache Lösung für die Ampelkreuzung derzeit nicht ab, schreibt der Landkreis. Der Sachverhalt, der sich aus Interessen der Verkehrsteilnehmer, den technischen Möglichkeiten und dem gebotenen Schutz der Fußgänger und der Kreuzungssituation ergebe, sei zu komplex. Insbesondere die technischen Belange stellten eine große Hürde dar, steht in der Landkreis-Antwort.

Im Juli vorigen Jahres hatte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel bei einem Termin vor Ort noch verkündet, dass die Abschaltung der Ampel für den Fahrzeugverkehr komme und Fußgänger den Verkehr per Knopfdruck stoppen, um sicher über die Straße zu kommen. Die Rede war von einem pragmatischen Kompromiss.

Zurzeit ist die Ampel wegen der Schulferien abgeschaltet. Bei den bisherigen Ferienabschaltungen hatte es immer zur Entspannung der Lage geführt, so der breite Tenor in der Bevölkerung. Der besagt, dass der Verkehr bei abgeschalteter Ampel wesentlich besser fließe. Die Abschaltung der Ampel wird in Uslar schon seit vielen Jahren gefordert, allen voran von den Bürgern, mittlerweile schon lange auch von der Stadt und der Verkehrswacht für Uslar und Umgebung. Auch die Polizei zeigte sich voriges Jahre beim Termin mit der Landrätin vor Ort mit der Abschaltung einverstanden, solange Fußgänger sicher über die Straße kommen.

Das sei möglich, hieß es im Sommer vorigen Jahres, auch wenn dann alle Ampeln der Kreuzung auf Rot gestellt würden. Anders sei es nicht zu machen: Die einzelnen Ampeln voneinander zu entkoppeln, sei zu aufwendig, hatte die Landrätin damals erklärt.

Seit Sommer 2017 war die Ampel auf Bestreben der Polizei hin in den Ferien abgestellt worden. Damals war die Baustelle an der Wiesenstraße ausschlaggebend, die für große Staus an der Postberg-Ampel gesorgt hatte. Hauptargument, die Ampel nach den Ferien wieder in Betrieb zu nehmen, war immer die Sicherheit vor allem für Schulkinder.

Deshalb hatte man zuletzt dem Kompromiss zugestimmt, die Anlage in eine Fußgänger-Bedarfsampel umzugestalten und in Kauf zu nehmen, dass immer alle Ampeln auf Rot schalten, wenn ein Fußgänger den Knopf drückt.

Für Uslars Bürgermeister Torsten Bauer dürften technische Probleme an der Postberg-Ampel nicht dazu führen, dass ein besserer Verkehrsfluss verhindert wird. Er will daher beim Gespräch mit dem Landkreis am Donnerstag, 24. Oktober, anregen, die Ampelanlage abzubauen und nur im Einmündungsbereich der Bella Clava eine Ampel zu belassen. Für Fußgänger würden dann ganz normale Fußgängerüberwege zum Überqueren der Straße vorhanden sein.

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