Sprecher der Bürgerinitiative: „Uns treibt der Unmut ins Rathaus der Stadt“

Protest gegen Windrad

Zusammenkunft in der Stadtverwaltung: Auf dem Flur vor dem Zimmer von Bürgermeister Torsten Bauer hielten 17 Gegner weiterer Windkraftanlagen ihre Protestschilder in die Höhe. Ein Gespräch fand anschließend im Besprechungsraum statt. Foto: Dumnitz

Uslar. Einen Stapel mit über 300 von Gegnern weiterer Windkraftanlagen auf dem Lichtenberg unterschriebenen Protestzettel überreichte Günter Schnitzler (Ahlbershausen) als Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswerte Lichtenberg-Dörfer“ am Mittwoch an Uslars Bürgermeister Torsten Bauer. 16 Einwohner aus den Dörfern Ahlbershausen, Verliehausen und Arenborn waren mit Schnitzler in das Gebäude der Stadtverwaltung auf der Graft gekommen und hielten etliche Protestschilder in die Höhe.

„Das Planungsverfahren zum Bau weiterer Windkraftanlagen auf dem Lichtenberg läuft seit Monaten. Die Stadt Uslar hat bisher nicht die vom Landkreis geforderte Stellungnahme abgegeben. Das ist aus unserer Sicht nicht weiter hinnehmbar“, heißt es in einem Begleitschreiben der Bürgerinitiative. Die Stadt sei gefordert, endlich Stellung zu beziehen.

„Windräder verhindern“

Viele Menschen aus den drei Dörfern, die unmittelbar in der Nachbarschaft des bereits am Lichtenberg errichteten Windrades leben, fühlen sich laut Günter Schnitzler „bedroht, belästigt und in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt“. Deshalb müssen aus ihrer Sicht weitere Windräder an der Stelle unbedingt verhindert werden.

Und dazu sei ein Votum des Rates unumgänglich. Dass sich die Lokalpolitik bisher nicht mit der vom Landkreis Northeim als Genehmigungsbehörde geforderten Stellungnahme beschäftigt habe, kritisierte Schnitzler als Sprecher des Zusammenschlusses.

Torsten Bauer wiederholte, dass die Stadt nicht für eine mögliche Genehmigung zuständig sei. „Gleichwohl haben wir eine Fristverlängerung für unsere Stellungnahme beim Kreis beantragt“, sagte der Bürgermeister vor der Protest-Gruppe. Er gehe davon aus, dass der Fristverlängerung stillschweigend zugestimmt wurde, weil er vom Kreis nichts Gegenteiliges gehört hat.

Bauer sagte, er werde rechtzeitig für die Juli-Sitzung des Stadtrates – auch mit den Eingaben der Initiative – eine Beratungsvorlage erstellen, über die in den politischen Fraktionen und in den Fachausschüssen sowie im Verwaltungsausschuss beraten werden könne. Auch die von ihm eingeforderten Stellungnahmen aus dem Ortsrat Verliehausen und aus Ahlbershausen würden mit aufgeführt. „Wir haben den Widerstand bemerkt“, so Bauer.

Entscheidung im Stadtrat

Um die mögliche Ausweisung von Windvorrangflächen gehe es bei der Stellungnahme bezüglich der zweiten beantragten Windkraftanlage aber nicht. „Das ist eine andere Sache“, sagte Torsten Bauer, „bei der ich aber keine Probleme für den Lichtenberg sehe.“

Als Bürgermeister gebe er Informationen und eine Beratungsvorlage. Die abschließende Entscheidung zum Thema Windrad würden die Politiker im Stadtrat treffen. (jde)

www.BI-Lebenswerte-Lichtenbergsdoerfer.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.