Büttenabend 

Karneval: Publikum begeistert von Wienser Jecken

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Jecken feiern Wienser Karneval

Wiensen. Da ging die Post ab. Beim bunten Narrenzauber im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus heizten vor allem die schwungvollen Tänze und Musikbeiträge dem Publikum ein.

„We make Karneval great again“, verkündete das neue Wienser Prinzenpaar Marie Laue und Kevin Deutschler. Die Jura-Studentin aus Braunschweig und der angehende Wienser Banker kündigten nach der Schlüsselübergabe von Uslars stellvertretendem Bürgermeister Gerd Kimpel an, einen Kreisel in der Ortsmitte zu bauen und damit zu schaffen, was die Stadt nicht schaffe.
Ihren Appell, „tanzen, feiern und trinken sollt ihr“ setzte das gut gelaunte Publikum von Anfang an um.

Dabei blieben die Büttenreden weitgehend unpolitisch. Begleitet von zwei exotischen Stewardessen landete als erster Marius Herbold als „Flugkapitän Reiner Zufall“ der „Never Come Back Airline“ in der Bütt. Er knüpfte sich vom „Bachelor“ bis zu „Bauer sucht Frau“ diverse Fernsehserien vor.

In Wiensen brauche man kein Storchennest, um die Geburtenrate anzukurbeln, kündigte der frischgebackene Vater und Sitzungspräsident Henning Gehrke an. Da reiche es, den heißesten Briefträger der Region zu haben. Der warf in Person von Paul Kulp den Damen schon beim Einmarsch Kusshändchen zu, bevor er dem Publikum eine Lektion im unbemerkt Briefe öffnen gab.

Schulmädchen-Tanz

Warum Frauen es durchaus schätzen sollten, wenn der Ehemann mit den Jahren immer dicker würde, machte Patricia Katowiec als weiblicher Teil von „Patte und Howie“ klar: Ihren „Howie“ (Andreas Mascher) ließe sie nach dessen Tod zum Diamantring pressen. Das lohne sich erst ab einer gewissen Masse.

Ob Garde, Zumba-Sportlerinnen, die Gruppe Splash mit ihrem Schulmädchen-Tanz, die „HuDus“ im Trainingsanzug zu Ballermann-Hits, die Junggesellen mit Hiphop und Striptease, die Wienser Streetboys mit HipHop-Moves und schließlich die Gruppe Celebrations in knappen Shorts und Shirts, alle Tanzgruppen ließen den Saal vor Begeisterung beben und Präsidentin Christin Riemenschneider ins Schwitzen kommen. Ihr glitzerndes Präsidentinnenkleid tauschte sie gleich zweimal gegen ein Tanzoutfit und machte in beiden eine glänzende Figur.

Die Jecken sind los im Wienser Karneval

Richtig krachen ließen es die Musikgruppen auf der Bühne. Die Schunkelrunde als neunter von 18 Programmpunkten ließ die Zuschauer auf die Stühle steigen, das „Project Haven“ ebenso.

Bei der Wienser Wunder Combo als letztem Akt vor dem Finale gab es schließlich kein Halten mehr. Da konnten auch die Profis von der Partyband „Hot Stuff“ aus Oldenburg, die die Veranstalter vom gastgebenden Turn- und Sportverein für den gemütlichen Teil engagiert hatten, nur noch anerkennend applaudieren.

In Sachen Musik, Tanz, Technik und Moderation haben die Wienser Karnevalisten Profi-Status erreicht.

Von Gudrun Porath

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