Sohlinger Ortsrat wünscht, dass auf Bleichstraße abgestellte Autos verschwinden

Quartett fordert Parkverbot auf der Bleichstraße

Soll nach dem Willen des Ortsrates bald Vergangenheit sein: Auf der Bleichstraße in Sohlingen sollen abgestellte Autos verschwinden – dort soll durchgängig ein Parkverbot gelten. Foto: Dumnitz

Sohlingen. Wenn es nach dem Willen des Sohlinger Ortsrates geht, dann ist das Parken auf der etwa 700 Meter langen Bleichstraße bald vorbei.

In der öffentlichen Sitzung des Ortsrates sprachen sich am Dienstag Bernd Reinke, Heike Mittelstädt, Wilhelm Wedekind und Ortsbürgermeister Hartmut Filmer im Dorfgemeinschaftshaus für ein absolutes Parkverbot auf der Straße aus.

14 Zuhörer verfolgten die Sitzung, in der Bürgermeister Filmer zunächst glaubte, der Ortsrat sei mit einer Entscheidung überfordert und deshalb dafür votierte, das Thema an die Stadt Uslar und an den Landkreis Northeim als zuständige Straßenverkehrsbehörde abzugeben, weil er sich nicht in der Lage sah, zu dem Thema Parkverbot zu entscheiden.

Bernd Reinke schlug daraufhin jedoch vor, über ein Parkverbot abzustimmen. Zur Begründung hieß es, dass die Bleichstraße an vielen Stellen sehr eng ist und es in der Vergangenheit bereits zu gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr gekommen sei, weil Autos am Straßenrand abgestellt waren.

Filmer wusste, dass von montags bis freitags im Durchschnitt 15 Lastwagen die Bleichstraße hinauf fahren, um zur Firma Kordes zu gelangen, und anschließend die Dorfstraße wieder herunterfahren. Außerdem seien zumindest in Teilbereichen Schulbusse unterwegs und zudem etliche landwirtschaftliche Fahrzeuge, die „ja auch nicht kleiner werden“, wie es der Ortsbürgermeister formulierte.

Von Anwohnern habe es bereits Beschwerden gegeben, weil etwa Hausfassaden durch große Fahrzeuge beschädigt wurden, wenn es durch am Straßenrand abgestellte Autos besonders eng wurde. Auch Blechschäden habe es schon gegeben, berichtete Filmer weiter.

Nach der Abstimmung sagte Reinke, dass die nächste Verkehrssschau im Dorf wohl im September sei. Auf Grundlage des Wunsches des Ortsrates sollen die an der Schau beteiligten Experten des Landkreises der Stadt und der Polizei dann entscheiden.

Thema seit vielen Jahren

Auch Heike Mittelstädt zeigte sich nach dem Votum zufrieden. „So kommt wenigstens Bewegung in die Angelegenheit“, sagte sie. Das Thema beschäftige schließlich etliche Anwohner schon viele Jahre lang, hieß es.

Ohne Diskussion hat das Ortsrats-Trio Wedekind, Mittelstädt und Reinke gleich zu Beginn der Sitzung eine Mitteilung der Stadtverwaltung Uslar zur Kenntnis genommen, über die Ortsbürgermeister Hartmut Filmer berichtete.

Danach wünscht sich die Firma Rhiel für ihre Praxis weitere Stellplätze für Autos im Bereich der Bleichstraße. Filmer sagte, der Ortsrat könne zu der verkehrstechnischen Angelegenheit nichts sagen, weil auch ein Fußweg betroffen sei. Die Stadtverwaltung werde sich wohl drum kümmern.

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