Tourismus ist Wirtschaftsfaktor

Radweg an der Weser ist eine Lebensader des Weserberglands

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 Radfahren an der Weser, Weserbergland, Foto: nh

Bodenfelde. Für die letzte öffentliche Ratssitzung des Jahres hatte Bürgermeister Mirco von Pietrowski einen besonderen Gast eingeladen.

Theo Wegener, Geschäftsführer der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, präsentierte das touristische Zukunftskonzept, von dem auch Bodenfelde profitieren soll.

Für die letzte öffentliche Ratssitzung des Jahres hatte Bürgermeister Mirco von Pietrowski einen besonderen Gast eingeladen. Theo Wegener, Geschäftsführer der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, präsentierte das touristische Zukunftskonzept, von dem auch Bodenfelde profitieren soll.

Wegener erläuterte die Notwendigkeit, die Region im „Haifischbecken“ der touristischen Ziele in Deutschland professionell zu vermarkten. Nur so sei es möglich, dass allein 2017 3,4 Millionen Übernachtungen in den Hotelbetrieben der Region ab mindestens neun Betten gezählt werden konnten. Dafür setze man nach wie vor auf drei Themen: Radfahren am Weser-Radweg, Wandern und historische Städte und Stätten.

Zwei Themen besetze auch Bodenfelde, erläuterte Wegener, die, ohne dass die Gemeinde zusätzlich Geld für Marketing aufwenden müsse, von der Solling-Vogler-Region mit vermarktet würden: das Radwandern und das Wandern. Der Weser-Radweg sei die wirtschaftliche Lebensader des Weserberglandes. Hier gelte es, die Mobilität auszubauen und ein einheitliches Leitsystem zu entwickeln. Beim Thema Wandern sei das erklärte Ziel, mit dem Weserbergland-Weg Qualitätswanderregion zu werden. Davon gebe es in Deutschland erst drei: das Frankenland, das Sauerland und das Zweitälerland im Schwarzwald.

In Bodenfelde habe sich dazu schon einiges getan, sagte Bürgermeister von Pietrowski. So habe der Verwaltungsausschuss für das Projekt „Attraktivitätssteigerung Weserradweg“ fünf Nachtragsaufträge für Straßenbau- und Pflanzarbeiten beschlossen, die bereits ausgeführt wurden. Kostenpunkt: 498.800 Euro für Bau- und Baunebenkosten, eingeplant waren 509 100 Euro.

Zum Thema Wandern, erläuterte Wegener, seien auch die Wanderwege in Bodenfelde erfasst worden. Hier stünden sieben Wege mit insgesamt 74,3 Kilometern zur Verfügung. Die Kriterien für die 18 geplanten Qualitätstouren erfülle aber nur ein Wanderweg. Hier werde man aufrüsten müssen und habe dafür bereits ein Konzept entwickelt. Es sieht eine einheitliche Ausstattung der Wanderwege in der Region vor, mit einem Eingangsportal, einheitlichen Bänken, Informationstafeln und Schildern. Weil das Land Niedersachsen großes Interesse daran habe, sei eine Fördersumme von 75 Prozent der Gesamtkosten in Aussicht gestellt. Auf die Gemeinde Bodenfelde kämen dann noch 8123 Euro an Kosten zu.

Ein paar Tipps hatte Wegener für die Ratsherren noch parat. Veranstaltungstermine könne jeder Verein oder Veranstalter selbst auf der Seite der Solling-Vogler-Region einstellen und so von der Pressearbeit profitieren, die man für die Region betreibe.

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