Uslar-Wiensen

Radweg-Regelung am Abzweig zum Tappenberg sorgt für Verwirrung

Vorfahrt achten müssen Radfahrer an der Einmündung der Kreisstraßestraße am Tappenberg zwischen Uslar und Wiensen. Das sorgt für Kritik.
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Vorfahrt achten müssen Radfahrer an der Einmündung der Straße am Tappenberg zwischen Uslar und Wiensen. Das sorgt für Kritik.

Die Beschilderung am neuen Radweg zwischen Uslar und Wiensen sorgt für Verwirrung.

Uslar/Wiensen – Die Beschilderung am erneuerten Radweg zwischen Uslar und Wiensen führt zu Kritik und Kopfschütteln vor allem unter den Radfahrern und aufmerksamen Verkehrsbeobachtern wie Herbert Reschke (Wiensen) von der Verkehrswacht Uslar: Die Radfahrer, die auf die Einmündung der Straße Tappenberg treffen, müssen Vorfahrt achten.

Eigentlich ist es an Radwegen, die parallel zu Hauptverkehrsstraßen führen, so, dass die Radler wie die Autofahrer auf der Straße daneben Vorfahrt haben an vergleichbaren Stellen. In diesem Fall ist es aber noch komplizierter: Nicht nur die Radfahrer müssen dem Verkehr vom und hin zum Tappenberg Vorfahrt gewähren, sondern auch die Verkehrsteilnehmer, die vom Tappenberg auf die Kreisstraße abbiegen wollen. Denn auch dort steht ein Vorfahrt-achten-Schild.

Und das ursprünglich darunter befindliche Schild „Radfahrer kreuzen“ ist wieder entfernt worden. Diese Konstellation bedeutet, dass weder Radfahrern noch Verkehrsteilnehmern, die vom Tappenberg kommen, Vorfahrt haben. „Die müssen sich untereinander verständigen“, mutmaßt Herbert Reschke von der Verkehrswacht und kann die Regelung nicht nachvollziehen.

Reschke orientiert sich an der Straßenverkehrsordnung (StVO): Demnach „ist das Zusatzzeichen mit dem Sinnbild eines Fahrrades und zwei gegenläufigen waagerechten Pfeilen (100032) anzuordnen, wenn der Radweg im Verlauf der Vorfahrtsstraße für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben ist.“

An anderer Stelle der Straßenverkehrsordnung steht laut Reschke: „An Kreuzungen und Einmündungen ist für den Fahrzeugverkehr auf der untergeordneten Straße das Zeichen 205 ,Vorfahrt gewähren’ jeweils mit dem Zusatzzeichen mit dem Sinnbild eines Fahrrades und zwei gegengerichteten waagerechten Pfeilen (1000-32) anzuordnen.“

Der Landkreis Northeim als zuständige Verkehrsbehörde teilt auf Nachfrage mit, dass die aktuelle Beschilderung unter Berücksichtigung der Vorschriften der Straßenverkehrsordnung und auch der Vorgaben der Empfehlung für Radverkehrsanlagen umgesetzt worden sei.

„Demnach haben Radfahrer nur dann Vorrang, wenn die Radwegfurt (Überfahrt) in einem Bereich von 2 bis maximal 4 Meter vom Rand der übergeordneten Straße entfernt liegt“, heißt es in der Antwort vom Landkreis. Seine Begründung: „Da der Verlauf des Radweges weiter als diese 4 Meter vom Fahrbahnrand abgesetzt ist, konnte der Vorrang nicht eingeräumt werden.“ Dazu liege eine Stellungnahme der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vor. Auf dieser Basis waren für die Radfahrer das Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren) aufzustellen und die Furtmarkierung (durchgehende Radwegemarkierung) zu entfernen, steht in der Landkreis-Stellungnahme.

Allerdings schreibt der Landkreis auch, dass unabhängig davon zeitnah eine Ortsbesichtigung stattfinde, um zu klären, ob sich für die Radfahrer an der Einmündung ein Vorrang einrichten lässt. Das Ergebnis bleibe abzuwarten. (fsd)

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