Kundgebung aber im Trockenen

Regen trübt die Feier-Freude auf den ersten Mai in Uslar

Traditioneller Auftritt: Der Volkschor Waldesgrün Uslar mit seiner Dirigentin Jelena Geiger.

Offensen/Uslar. Das Wetter hat den Organisatoren beim Maibaumaufstellen am Vorabend des Maifeiertags in der Region einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht: Es regnete in Strömen.

Doch viele Menschen zeigten Solidarität mit denjenigen, die alles vorbereitet und aufgebaut hatten. Sie versammelten sich mit Regenschirmen unter den Maibäumen.

Die Offenser feierten dabei ein Jubiläum: Sie stellen seit 25 Jahren den höchsten Maibaum in der Region auf. Er ist über 20 Meter hoch. Das erfordert schon eine ausgeklügelte Technik. So wird der Riesenmaibaum zunächst mit einem Traktor angehoben und dann per Seilwinde langsam aufgestellt.

Idee von der SPD

Der Trägerverein für das Dorfgemeinschaftshaus hat das Maibaumaufstellen inzwischen übernommen. Auf den Weg gebracht hatte es der SPD-Ortsverein, erinnerte Trägervereins-Vorsitzender Uwe Dickhut. Federführend aktiv beim Maibaumaufstellen ist nach wie vor Gerhard Friedrichs.

Die Offenser verlegten das Beisammensein wegen des Regens kurzerhand ins DGH und in die Feuerwehrgarage. Das Programm bot außerdem eine Segnung des Maibaums durch Pastorin Rita Sennert, den Bändertanz, Auftritte der Karnevals-Tanzgruppen „Six 2 Move“ und „Flash over“ und des Kindergartens Schoningen. Ein Wiedersehen feierten die Offenser mit der früheren Offenser Kinderspielkreis-Mitarbeiterin Dagmar Meistering, die mit ihrem Mann Herbert, früher Stadtdirektor in Uslar, extra aus Hameln zum Jubiläums-Maibaum gekommen war.

Hielten die Fahnen hoch: Arno Riedke (rechts) und Artur Görder bei der Maikundgebung vorm Alten Rathaus in Uslar. Fotos: Schneider

In Uslar ging es den 80 Gewerkschaftern, die sich bei der traditionellen Maikundgebung vorm Rathaus versammelten, vor allem um die Rente, die zum Leben reichen müsse, wie es Uwe Karsten von den Gastgebern forderte. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer rief dazu auf, den Standort Uslar zu verbessern und dass sich alle daran beteiligen sollten. Zudem müsse die Bildung gesichert werden. Applaus erhielt Bauer, als er dem verstorbenen Gewerkschaftsfunktionär Heinz Albert Siemes dankte.

Melanie Böttcher, Gewerkschaftssekretärin der IG BCE im Bezirk Alfeld, forderte bei ihrer Mai-Rede unter anderem eine gerechte Rente. Am Anfang hatten Ortsrat und Feuerwehr den Maibaum vorm Rathaus aufgestellt. Klassische Mai-Lieder sang der Volkschor Waldesgrün Uslar.

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