Konstituierende Sitzung des Ortsrates

Matthias Rieger neuer Ortsbürgermeister in Kammerborn

Die neuen Ortsratsmitglieder in Kammerborn: Melanie Kunze (von links), Julian Saller, der neue Ortsbürgermeister Matthias Rieger und sein Stellvertreter Robert Niemann sowie Leah Bunke. Sie hielten wegen der Corona-Hygienevorschriften Abstand im Saal des Landcafés.
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Förmliche Verpflichtung der neuen Ortsratsmitglieder in Kammerborn: Melanie Kunze (von links), Julian Saller, der neue Ortsbürgermeister Matthias Rieger und sein Stellvertreter Robert Niemann sowie Leah Bunke. Sie hielten wegen der Corona-Hygienevorschriften Abstand im Saal des Landcafés.

Matthais Rieger heißt der neue Ortsbürgermeister in Kammerborn.

Kammerborn. Nach den einleitenden Worten von Uslars Bürgermeister Torsten Bauer während der konstituierenden Sitzung des am 25. Oktober neu gewählten Ortsrates Kammerborn dauerte es nur acht Minuten, bis Matthias Rieger als neuer Ortsbürgermeister gewählt war. Allerdings nicht von allen fünf Mitgliedern des neuen Dorfparlaments, weil Melanie Kunze nicht rechtzeitig im Saal des Landcafés im Gasthaus Gollart erschien, in dem ein Dutzend Einwohner die Sitzung verfolgte. Als Kunze ankam, war die Wahl bereits gelaufen.

Rieger hatte bei der Kommunalwahl mit 125 die meisten Stimmen erhalten und war von Robert Niemann vorgeschlagen worden. Rieger gab nach seiner Wahl bekannt, dass er auch die Hilfsaufgaben als Ortsbeauftragter für das 244-Seelen-Dorf übernimmt. Zum stellvertretenden Ortsbürgermeister wurde Robert Niemann gewählt, den Leah Bunke vorschlug und der bei der Ortsratswahl 109 Wählerstimmen bekommen hatte.

Als weitere Mitglieder des Ortsgremiums wurden an der langen Tischreihe und mit gebührendem Abstand außerdem Julian Saller, der 50 Wählerstimmen hatte, Leah Bunke (46) und Melanie Kunze (30) förmlich verpflichtet. Alle waren für die Freie Wählergemeinschaft Kammerborn (FWK) angetreten. Einen Handschlag, wie es sonst üblich ist, gab es wegen der Verordnungen zur Ausbreitung des Coronavirus nicht.

Ersatzpersonen sind Matthias Thiede (21 Stimmen), Karin Holst (20), Peter Stieber (19) und Paul Roth (16). Die vier schafften es nicht in den fünfköpfigen Ortsrat. Bürgermeister Bauer lobte, dass neun Personen kandidiert haben. Das zeige, dass es ein großes Interesse an der Mitarbeit im Ortsrat gebe.

Nötig geworden ist die Neuwahl, weil nach dem Tod von Ortsbürgermeister Roland Gruhne das Gremium nur noch aus zwei Personen bestand. Das sei gesetzlich nicht zulässig. Deshalb wurde der Ortsrat zwangsweise aufgelöst, sagte Bauer. Der neue Ortsrats ist jetzt für sechs Jahre gewählt worden. Der Grund ist die Kommunalwahl im September 2021, bei der alle Gremien für fünf Jahre gewählt werden und man durch die Regelung im Rhythmus bleibt.

Mit einem Buchgeschenk bedankten sich Bauer und Rieger bei Martina Kadoke, die dem aufgelösten Ortsrat angehörte. Später soll auch der ebenfalls ausgeschiedene Oliver Pöppe ein Buchgeschenk als Dankeschön erhalten, der wegen Corona unter Quarantäne steht, wie der neue Ortsbürgermeister berichtete, und deshalb nicht an der Sitzung teilnahm. Bauer und Rieger würdigten posthum auch das Engagement von Roland Gruhne, der sich 14 Jahre lang für das Ahledorf eingesetzt habe.

Künftig werde es eine veränderte Arbeitsweise im Ortsrat geben, kündigte Rieger an. Die Aufgaben sollen aufgeteilt werden, das habe man in einer vorausgehenden Zusammenkunft so besprochen. Melanie Kunze kümmert sich um die Dorfverschönerung und den Friedhof, Leah Bunke um den Spielplatz und Veranstaltungen, Julian Saller um die Öffentlichkeitsarbeit und ist Ansprechpartner für die Grillhütte. Er wird von Dieter Herbold vom Heimatverein unterstützt. Niemann und Rieger besetzen die Themen Wegebau, Baum- und Strauchschnitt.

Buchgeschenk als Dankeschön: Torsten Bauer dankte Martina Kadoke, die dem aufgelösten Ortsrat angehörte und ausgeschieden ist.
Oliver Pöppe

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