Innenstadt-Gestaltung

Grüner Riesenkopf hinterm Rathausanbau in Uslar ist ein Hingucker

Der neue Hingucker: Mitarbeiter des Uslarer Bauhofes stellten den Riesenkopf am Rathaus-Anbau in Uslar auf.
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Der neue Hingucker: Mitarbeiter des Uslarer Bauhofes stellten den Riesenkopf am Rathaus-Anbau in Uslar auf.

In der Uslarer Altstadt gibt es seit Mittwoch einen neuen Hingucker: einen grünen Riesenkopf, ion den noch Blumen gepflanzt werden.

Uslar - Hinter dem Anbau des Alten Rathauses ist ein Riesenkopf aufgestellt worden, als Blickfang udn Bereicherung für die Innenstadt. Er wird noch mit Lilien bepflanzt, die, wenn sie nicht blühen, wie die Haare des Riesenkopfes aussehen.

Bürgermeister Torsten Bauer freute sich über ein weiteres Element für die Aufwertung der Altstadt und sprach von einem Blickfang. Wirtschaftsförderin Stefanie Möhlenhoff ging noch weiter: Für sie ist wichtig, dass Uslar mit dem grünen Riesenkopf ein Alleinstellungsmerkmal bekommen hat.

Die Installation ist Teil des Masterplans, der für die Uslarer Innenstadt erarbeitet wurde und nach und nach umgesetzt werden soll. Der Riesenkopf gehört zu einem Gestaltungspaket, erklärte die Wirtschaftsförderin zu den Hintergründen.

Teil des Paketes ist auch die gelbe Bank, die an der Langen Straße zum Probesitzen aufgestellt ist. Dabei geht es um neues Mobiliar für die Innenstadt. Die Bürger sind aufgerufen, über die Bank in der Touristik-Information ihre Meinung abzugeben.

Unterdessen hat nach Angaben von Bauer und Möhlenhoff der Ortsrat Uslar zu dem Thema eine Begehung vorgenommen und sich dafür ausgesprochen, das vorgeschlagene Bankmodell aus Leichtmetall zu nehmen, allerdings als Dreisitzer und in verschiedenen Farben aus dem bestehenden Angebot.

Außerdem gehören zu dem Gestaltungspaket zwei mobile Fahrradstationen in der Innenstadt zum Aufladen für Elektro-Fahrräder. Den Riesenkopf hat Stefanie Möhlenhoff bei ihrer Recherche im Internet im Lost Garden of Heligan in Cornwall in England gefunden: Es ist eine bepflanzte Skulptur, die auch in Uslar als Anziehungsobjekt in der Uslarer Altstadt dienen soll. Zudem gibt es einen regionalen Bezug: Der Riesenkopf soll an die Geschichte „Der Fiedler in der Wolfsgrube“ erinnern, die zu den Sagen und Märchen aus dem Solling und dem Wesertal gehört.

Demnach wollte man einst in Uslar einen Riesen ums Leben bringen und beauftragte man ihn deshalb damit, einen Brunnen in der Tiefe zu reinigen. Als er unten im Brunnen arbeitete, warf man ihm dicke Steine auf den Kopf. Da rief der Riese hinauf, man möge doch die Hühner, die da am Rande des Brunnens kratzten, wegjagen. Der Staub käme ihm davon ins Gesicht. Daraufhin ließen die Leute eine große Glocke kommen und auf ihn niederfallen. Da rief der Riese vergnügt: „Jetzt habe ich meines Großvaters Hütlein auf, nun mögen die Hühner dort oben nur kratzen.“

Der Zufall will es übrigens, dass keine 50 Meter entfernt, bekanntlich eine Glocke vor der St. Johannis-Kirche aufgestellt ist.

Der Riesenkopf ist von einer Firma aus Nienstädt Landkreis (Schaumburg) hergestellt worden. Das Modell wurde dreidimensional modelliert, anschließend in Styropor gefräst, danach mit Kunststoff beschichtet. Den Abschluss bildete eine Airbrush-Lackierung. Für das Gesamtpaket Gestaltung der Altstadt (Bänke, Riesenkopf, Fahrrad-Ladestationen) sind 27 500 Euro aus dem Masterplan bereitgestellt. Frank Schneider

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