Bauteile sind abgerutscht

Schaden am Hochwasser-Rückhaltebecken vor Bollensen

+
Abgerissene Bauteile: Beim Hochwasserrückhaltebecken in den Wiesen zwischen Gierswalde und Bollensen richteten die großen Wassermassen diesen Schaden an. Offenbar war der Untergrund für den Aufbau nicht richtig vorbereitet worden.

Uslar. Die Stadt Uslar hatte mit den Hochwasserschäden vom 24./25. Juli dieses Jahres im Uslarer Land eine Menge Arbeit.

Unter anderem waren Schäden an einer Brücke unter dem Eichholz zu beseitigen. Die Wassermassen hatten eine marode Wellblechverrohrung unter der Betonbrücke bis zu 1,70 Meter unterspült.

Für 9700 Euro wurden das marode Teil entfernt und der Untergrund im Bereich der Sohlgleite (direkt unter der Brücke) entsprechend mit sehr dicken und schweren Steinen verfüllt, um weitere Schäden durch Unterspülungen am Bauwerk zu vermeiden. An den Arbeiten war finanziell laut Volker Mäder vom Baumanagement der Stadt auch der Unterhaltungsverband Schwülme beteiligt. Man habe die gesamte Maßnahme mit dem Verband abgesprochen, hieß es weiter.

Ein Bogen des Sahlbachs in Fürstenhagen wurde ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Es gab Ausspülungen und Geröllansammlungen, die für nicht unerhebliche Schäden am Bachbett und der Uferbefestigung sorgten.

Filigraner Bereich

Für 2700 Euro sei das Bachbett mit dicken Steinen verdichtet und der Böschungsbereich verfüllt und verstärkt worden. An der „filigranen Stelle“ am Sahlbach sei man mit den dicksten Steinen jetzt am Limit. Mäder hofft, dass die Reparatur- und Unterhaltungsmaßnahme an der Stelle lange hält. Dort gab es schon mehrmals nach Hochwasserereignissen Schwierigkeiten. Außerdem sind an dem 2010 fertiggestellten Hochwasser-Rückhaltebecken zwischen Gierswalde und Bollensen Bauteile auf 25 Meter Länge abgerutscht.

Befestigung durch dicke Steine: An der Brücke unterhalb des Eichholzes soll ein weiteres Abrutschen verhindert werden.

„Das hätte so gar nicht passieren dürfen“, kritisiert Mäder die Bauausführung an der aufgeschütteten Anlage. Offenbar sei der Untergrund nicht für den Aufbau vorbereitet worden. Dadurch sei es zu Abrutschungen gekommen.

Für die Stabilisierung des befahrbaren Walls mit einem Neuaufbau rechnet er mit rund 12 000 Euro Kosten.

Reparatur nächstes Jahr

Wegen der anhaltenden Nässe werde an dem Bauwerk aber nicht jetzt gebaut und repariert, sondern erst im kommenden Jahr, wenn auch der Untergrund trockener sei. Würde man jetzt angreifen, seien weitere Schäden vorprogrammiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.