Schaulaufen der schönsten Hunde auf dem Sohlinger Sportplatz

Bestens gerüstet: Für den Tag am Sportplatz hatten sich die zum Teil weit gereisten Schäferhundebesitzer gut ausgestattet und betrachteten die Konkurrenz von schattigen Plätzen aus.

Sohlingen. Für die 15-köpfige Uslarer Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde war es ein Großereignis: Schäferhundebesitzer aus 14 Ländern zeigten am Sonntag in Sohlingen ihre Tiere.

„Ein Teilnehmer kam sogar aus Südkorea“ berichtete Frank Blumenberg, der viele Jahre im Vorstand der niedersächsischen Landesgruppe aktiv war und sich federführend um die Bewerbung der Uslarer für die Landesgruppenzuchtschau gekümmert hat. Die Vorbereitung bedeutete für den kleinen Verein viel Arbeit. Eine Woche habe man gerödelt, hieß es.

Bestnote für Schäfermeister

„Super zufrieden“ war Blumenberg dann mit dem Ergebnis. Insgesamt 153 Schäferhunde wurden den drei Zuchtrichtern von ihren Besitzern vorgestellt. Die Bestnote „Vorzüglich 1“ erhielt unter anderem Gerd Jahnke aus dem niedersächsischen Eimke für seinen Hund Rambo. Der Schäfermeister aus der Lüneburger Heide hält mit seiner Tochter Verena, ebenfalls Schäfermeisterin, Hunde, die tatsächlich noch Schafe hüten. Seine Hunde tragen die Urfarbe der Schäferhunde, sind kleiner als ihre heutigen Artgenossen und „wendig und belastbar“, wie Jahnke betonte.

Eine gute Bewertung der Preisrichter war besonders für die Besitzer wichtig, die bei der Deutschen Meisterschaft, die dieses Jahr im Nürnberger Stadion ausgetragen wird, dabei sein wollen. Für Junghunde sei mindestens ein „Sehr gut“ für Gebrauchshunde (ab 24 Monate) ein „Vorzüglich“ erforderlich. „Mit schlechteren Bewertungen muss man gar nicht hinfahren“, erklärte Blumenberg.

Auch einer der Richter, die in Sohlingen die Hunde begutachtete, wird im September bei der Weltmeisterschaft dabei sein: Landesgruppenzuchtwart Friedrich Gerstenberg. „Für einen Richter ist das etwas ganz Besonderes. Das erlebt man vielleicht ein- oder zweimal im Leben“, sagte Gerstenberg.

Das von zum Teil weit angereiste Fachpublikum hatte es sich mit Stühlen und Zelten am Rande des Sohlinger Sportplatzes bequem gemacht, um die Veranstaltung zu verfolgen.

Anfeuern

Laut Frank Blumental kamen allerdings auch viele Sohlinger und weitere Besucher aus der Region, um das Spektakel zu verfolgen. Dabei fiel Unkundigen nicht zuletzt die lautstarke Anfeuerung der Hundehalter auf, die ihre Vierbeiner mit Führern in den Ring schickten und selbst außen mitliefen.

Denn die Präsentation vor den Augen der Zuchtrichter ist nicht nur eine Frage der körperlichen Verfassung der Hunde, sondern auch des Trainings. Um die Hunde zu motivieren, aufmerksam zu sein, nach vorn zu laufen und sich erhaben zu zeigen, rannten etliche Besitzer außerhalb des Ringes mit, pfiffen laut und schwangen Bälle. (shx)

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