Besuchstermin

Schlagerstar Roland Kaiser als Botschafter im Kinderdorf Uslar

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Tritt für Kinderrechte ein: Der Sänger Roland Kaiser (dritter, von links) beim Besuch im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Uslar mit Vertretern des Kinderparlaments und Familienwerk-Marketingleiter Jörg Grabowsky (rechts). Seit 13 Jahren setzt er sich als Botschafter der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer für die Belange von Kindern ein. 

Roland Kaiser ist Schlagerstar und Botschafter der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer - jetzt war er zu gast im Kinderdorf Uslar.

Uslar – Dass der Sänger auch ein nahbarer Mensch ist, der sich wirklich für die Kinder, ihre Rechte und die Arbeit im Kinderdorf interessiert und einsetzt, wurde bei seinem Besuch im Uslarer Kinderdorf deutlich.

Miguel kann es kaum erwarten. Ein Autogramm von Roland Kaiser soll es sein, am besten sogar zwei, eins für seine Kinderdorfmutter und eins für ihn selbst. Geduldig in der Schlange zu stehen, ist da gar nicht so einfach. Daran führt aber kein Weg vorbei, denn die Autogramme des 67-Jährigen, der erst am Abend zuvor ein umjubeltes Konzert vor 6000 Menschen in Beverungen gegeben hatte und zusammen mit seiner Frau in einem Hotel in der Kernstadt übernachtete, sind heiß begehrt.

Roland Kaiser will auf Rechte von Kindern hinweisen

Roland Kaiser ist aber nicht nur für einen Rundgang und zum Autogrammeschreiben ins Kinderdorf gekommen. Der Sänger will aufmerksam machen auf die Rechte der Kinder, auf die, wie er selbst sagt, als Schwächste in der Gesellschaft zu wenig Rücksicht genommen werde.

Auch die Leistung der Kinderdorfeltern und Erzieher sei zu würdigen. Dass alle Kinder, leibliche wie Kinderdorfkinder, hier zusammen ein normales Leben führen dürfen, sei das Besondere an den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern, sagt der Mann, der selbst bei einer Pflegemutter aufgewachsen ist.

In den Familien bekämen sie vorgelebt, was so wichtig sei: Liebe, gegenseitige Akzeptanz und ein respektvoller Umgang miteinander sowie Strukturen. „Kinder, die ohne Liebe aufwachsen, können keine Liebe geben“, ist Roland Kaiser überzeugt und fügt hinzu: „Kinder, die ohne Strukturen aufwachsen, können sie auch nicht selbst entwickeln.“

Das Kinderdorf hat den Musiker ins Kinderparlament eingeladen. Kinder, die sich in einem extra dafür gestalteten Raum mit einer großen Sitzecke regelmäßig treffen, Vertrauensperson Michaela Tietze und Marketing-Leiter Jörg Grabowsky sitzen hier mit ihm zusammen.

Sie lassen sich kaum irritieren von den Kameras und dem Pressetross, die um sie herumstehen und das Treffen begleiten. Großes Thema ist die Kinderrechte-Broschüre, die im Kinderparlament entstanden ist. Die Kinder erzählen, dass sie selbst bestimmen, welche Farbe ihr Zimmer hat oder wo die Möbel stehen und dass sie über gemeinsame Ausflüge mit den Familien abgestimmt haben.

Damit treffen sie bei ihrem prominenten Unterstützer auf große Zustimmung. Kinder sollten sich einmischen dürfen, wenn es um Entscheidungen gehe, die sie betreffen würden, ist Roland Kaiser überzeugt und erzählt, dass er es bei seinen eigenen Kindern ebenso gehalten habe. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Wunsch in Erfüllung gehe. Er zum Beispiel wäre gerne Pilot geworden, doch die Ausbildung sei zu teuer gewesen, der Pilotenschein erst mit selbst verdientem Geld möglich geworden.

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