Zuschuss und eine Ladestation

"Unser Dorf fährt elektrisch": Schlarpe unter den drei Gewinnern bei Wettbewerb

Schlarpe. Lob für Tatendrang: Neben zwei weiteren Orten  ist das Heidelbeerdorf Schlarpe der dritte Gewinner des Wettbewerbs "Unser Dorf fährt elektrisch" geworden.

Darüber freute sich Ortsbürgermeister Andreas Stänger am Donnerstag in der öffentlichen Sitzung des Ortsrates vor sieben Zuhörern im Dorfgemeinschaftshaus. Das Dorf bekommt 7500 Euro als Zuschuss für die Finanzierung eines E-Autos für die Dorfgemeinschaft (Car-Sharing) und außerdem eine dafür notwendige Ladestation im Wert von 12 000 Euro (wir berichteten).

Man sei überrascht gewesen, wie professionell Schlarpe etwa durch eine vorliegende Wirtschaftlichkeitsberechnung bei dem Projekt vorgehe, sagte der Ortsbürgermeister weiter. Stänger lobte das Engagement von vielen Mitstreitern, die Bereitschaft, sich als Fahrer zur Verfügung zu stellen und auch die Interessenbekundung von elf Prozent (45 Personen) der Einwohner.

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer, der als Gast an der Sitzung teilnahm, gratulierte „dem Dorf und der Gemeinschaft zu dem tollen Gewinn“. Es sei auch ein Verdienst der Einwohner, die sich im Netzwerk der Bollert-Dörfer starkmachen.

Nachrücker im Ortsrat

Laut Stänger habe man inzwischen einen weiteren Zuschussantrag gestellt, um die vorgesehene Montage von Photovoltaikelementen auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses sicherzustellen. Mit dem so erzeugten Strom vom Dach soll auch das E-Auto der Dorfgemeinschaft geladen werden.

Als Nachrücker für den aus persönlichen Gründen ausgeschiedenen Berthold Ruwisch wurde Roland Oldriks verpflichtet.

Für eine nötige Befestigung einer Stützmauer am Ehrenmal sucht der Ortsrat noch Geldgeber. Man wolle die Stützmauer abtragen, mit einem neuen Fundament versehen und mit den vorhandenen Sandsteinen wieder aufmauern, sagte Stänger.

Dafür wollen die Schlarper auch die von der Stadt ausgelobten 500 Euro für die Pflege des Ehrenmals verwenden. 1500 Euro will die Kirche zuschießen, so der Ortsbürgermeister, dem ein Angebot eines Unternehmers für 5400 Euro vorliegt. Er rechnet damit, dass das im kommenden Jahr gemacht wird.

Als unendliche Geschichte stellt sich hingegen die seit 2011 geforderte Reparatur des Quellenweges dar. Ein Einwohner fragte nach dem Stand der Dinge. Laut Ortsratsmitglied Rolf Grünhagen sei immer noch nicht klar, wer die Sanierung zahlt. Beim Bau der neuen Bundesstraße sind erhebliche Schäden durch schwere Lastwagen entstanden. „Die Hardegser Forst und das Straßenbauamt Gandersheim streiten noch“, sagte Grünhagen.

Keine Schriftstücke

Die Schlarper verstehen laut Andreas Stänger nicht, warum der Sachverhalt nach sieben Jahren immer noch nicht geklärt ist und ihre kaputt gefahrene Straße saniert wird. Der Uslarer Bürgermeister sagte, dass sich die Stadt seit Jahren um eine Lösung bemühe. Schriftlich sei damals nichts festgelegt worden, sagte Bauer, das erschwere die Angelegenheit. 

Rubriklistenbild: © Foto: Energieagentur Göttingen/nh

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