25-jähriges Bestehen

Schmetterlingspark in Uslar: Hunderte Falter aus aller Welt 

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Passionsfalter: Der Heliconius Melpomene gehört zu den Passionsfaltern und stammt aus Mittelamerika.

Rote Ritter, prächtige Bergblaue oder riesige Altlas-Seidenspinner: Falter aus aller Welt können Besucher seit 25 Jahren im Alaris-Schmetterlingspark in Uslar bewundern. 

Dahinter steht eine lange Liebe zu den filigranen Insekten. Im letzten Semester entdeckte Biologiestudentin Hildegard Hain während einer Exkursion Eier und Raupen des heimischen Schwalbenschwanzes, den sie zuvor noch nie gesehen hatte und war begeistert. 

Nur ein Wochenende später fuhr sie mit Peter Hain, der sein Architekturstudium schon abgeschlossen hatte, noch mal nach Pevestorf (Lüchow), wo es nahe der Zonengrenze ein Refugium für Insekten gab. Der Ausflug wurde zur Initialzündung für ein Hobby, das zum Beruf wurde.

Zuchtkästen standen im Flur

In die kleine Studentenwohnung zogen fortan ständig neue Mitbewohner ein. Peter Hain erinnert sich an Zuchtkästen im Flur. „Nachts war das Kauen der Raupen nicht mehr zu überhören.“ Ein Bekannter, den es nach Asien verschlagen hatte, schickte eines Tages Eier des Atlas-Seidenspinners. Futterpflanzen für den größten aller Schmetterlinge fanden sich in Hamburger Parks.

Altas-Seidenspinner: Peter Hain mit einem Exemplar des größten aller Schmetterlinge.

Als die Wohnung zu klein wurde, zogen Hildegard und Peter Hain auf ein Grundstück außerhalb von Hamburg und entschlossen sich wenige Jahre später, aus ihrem Hobby einen Beruf zu machen. Ergebnis war 1988 ein Schmetterlingspark in Buchholz in der Nordheide.

Umsetzung nicht ohne Probleme

1994 folgte der Uslarer Schmetterlingspark. Den Anstoß gab 1992 Horst Johanning, damals stellvertretender Stadtdirektor in Uslar, den ein Besuch im Buchholzer Park begeistert hatte. Der Weg bis zur Umsetzung war jedoch lang und nicht ohne Probleme. 

So überlebte eine Ladung tropischer Pflanzen die Zwischenlagerung im Keller des Badelandes wegen des nebenan gelagerten Chlors nicht. Hain: „Aber wie auch immer, wir wurden fertig und sind so nun schon ein Vierteljahrhundert in Uslar.“

Die erste Zuchtstation gründete das Ehepaar Hain 1997 mit Partnern in Peru. „Inzwischen haben wir Partner in Costa Rica und auf den philippinischen Inseln Mindoro und Marinduque, die einen großen Teil der Schmetterlinge, die in den Alaris-Schmetterlingshäusern fliegen, züchten“. Hunderte von freifliegenden Faltern können Besucher so im Schmetterlingspark gegenüber des Badelandes sehen.

Geöffnet ist bis zum 27. Oktober während der Schulferien täglich von 10 bis 17 Uhr. Außerhalb der Ferien sind Montag und Freitag Ruhetage. Erwachsene zahlen 7.50 Euro Eintritt, Kinder 4 Euro   

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