Feuerwehr und Schornsteinfeger im Einsatz

Gierswalde: Schornstein brennt aus

Ein Schornstein in einem Wohnhaus an der Harz-Weser-Straße in Gierswalde ist am Sonntag am späten Nachmittag in Brand geraten. Gegen 17.20 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert.

Gierswalde. Beim Eintreffen der 18 Feuerwehrleute aus Gierswalde, Volpriehausen und Uslar schlugen die Funken einige Meter aus dem Schornstein des Fachwerkhauses empor. Der Hausbewohner hatte seinen Wohnbereich unverletzt verlassen. Wenig später traf Bezirksschornsteinfeger Andreas Schütze (Uslar) ein, der mit seinem Kehrgerät dafür sorgte, dass der Schornstein kontrolliert ausbrennen konnte.

Vorsorglich hatte Stadtbrandmeister Jörg Jacob die Uslarer Drehleiter angefordert, die allerdings nicht eingesetzt werden musste. Durch das Ausbrennen des Schornstein-Inneren entstand laut Stadtbrandmeister kein Schaden am Gebäude. Alle Räume wurden durchlüftet, und nach etwa einer Stunde war das Feuer im Schlot des Hauses aus und der Einsatz beendet.

Während des Einsatzes mussten Feuerwehrleute zu einem Erste-Hilfe-Einsatz nur wenige Meter neben dem Geschehen. Ein 52-jähriger Feuerwehrmann war auf dem Weg zum Gerätehaus zusammengebrochen. Ersthelfer und ein hinzugerufener Notarzt versuchten vergeblich eine Reanimation. Der Mann verstarb vor Ort.

Auf der Bundesstraße 241 kam es im Bereich der Einsatzstelle der Feuerwehr zu leichten Behinderungen. Zunächst war eine Durchfahrt nicht möglich, Verkehrsteilnehmer aus Richtung Volpriehausen oder Bollensen mussten umdrehen, weil die Einsatzstelle innerörtlich nicht umfahren werden konnte.

Im Dorf ist die Wallstraße wegen einer Dauerbaustelle komplett gesperrt und somit nicht befahrbar. Später leitete die Polizei den Verkehr einseitig an der Einsatzstelle vorbei.

Bezirksschornsteinfeger Andreas Schütze sagte am Montag auf Anfrage der Sollinger Allgemeine, dass es offensichtlich wegen Überhitzung des Holzofens und dadurch auch des Schornsteins zu dem Brand kam. Ein Bedienungsfehler sei ein Grund für die Flammen im Schlot, weil die Ofenklappe offengestanden habe.

Dadurch gelangen Funken in den meist mit teerhaltigem Glanzruß versehenen Schornstein und es brennt. Schütze rät Ofenbesitzern deshalb, dem brennenden Holz im Ofen niemals etwa durch eine offenstehende Ofenklappe zu viel Sauerstoff zuzuführen, sondern die Zuluft entsprechend der Angaben der Ofenhersteller zu regeln.

Einsatz in Gierswalde: An der Harz-Weser-Straße kontrollierten Feuerwehr und Schornsteinfeger am Sonntag den Brand im Schornstein-Innern.

Rubriklistenbild: © Jürgen Dumnitz

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