Wir erklären, was ein Raumordnungsprogramm ist

Schulterzucken für 150 Seiten

Uslar. Das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) stand auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Dinkelhäuser Ortsrats und löste Schulterzucken aus. Mit dem über 150-seitigen Pamphlet kommt wohl kaum einer in den Ortsräten klar.

Der Landkreis will das Programm nach zehn Jahren erneuern und fordert von seinen Städten und Gemeinden Stellungnahmen. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer bestärkte nicht nur den Ortsrat Dinkelhausen, sich zum Programm zu äußern, ähnlich schon wie zum Landesraumordnungsprogramm: Alle Ortsräte sollten sich äußern.

Die Stadt Uslar werde dann alle Stellungnahmen für den Landkreis zusammenfassen. Wir haben an dieser Stelle Fragen und Antworten zum Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Northeim zusammengestellt.

Was ist ein Regionales Raumordnungsprogramm?

Es sind Regionalpläne, so erklärt sie der Landkreis Northeim, die in Niedersachsen alle zehn Jahre neu aufgestellt werden, in der Regel von den Landkreisen und kreisfreien Städten. Mit ihnen werden verschiedene Gebietsnutzungen in textlicher und zeichnerischer Form ausgewiesen, zum Beispiel Gebiete für Landwirtschaft, Siedlung, Verkehr oder Natur und Landschaft.

Vor Kurzem wurden die Ortsräte der Stadt Uslar noch zum Landesraumordnungsprogramm um Stellungnahme gebeten. Was ist das?

Das Landesraumordnungsprogramm stellt auf Landesebene den Rahmen für die regionalen Raumordnungsprogramme dar, quasi eine Ebene über den Landkreisen. Beim Regionalen Raumordnungsprogramm handelt es sich um das Bindeglied zwischen Landesplanung und der gemeindlichen Flächennutzungsplanung.

Was sind die Ziele und Grundsätze?

Bei der Landes- und Regionalplanung wird zwischen Zielen und Grundsätzen unterschieden. Ziele sind nicht überwindbar, sondern für die nachfolgenden Ebenen bindend. Ein Vorranggebiet beruht auf Zielen, die nicht veränderbar sind. So kann eine Gemeinde in einem Vorranggebiet für Natur und Landschaft kein Baugebiet ausweisen.

Die Planungen auf den unterschiedlichen Ebenen dienen dazu, die häufig widerstreitenden ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen aufeinander abzustimmen und räumliche Nutzungskonflikte zu vermeiden.

Was sind die Themen beim Regionalen Raumordnungsprogramm im Landkreis?

Wichtige Themen sind laut Landkreis Northeim zum Beispiel Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung in den verschiedenen Grund- und Mittelzentren des Landkreises, die Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten und die Stärkung nachhaltiger, wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, die Aufrechterhaltung und Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur und nachhaltigen Sicherung und Verbesserung ökologischer Funktionen. (fsd)

Rubriklistenbild: © dpa

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