Schüler vom Gymnasium Uslar üben Medienkompetenz

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Medienkompetenz kommt nicht von allein: Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klassen des Gymnasiums Uslar lernen, sich sicher im Internet zu bewegen. Hier die siebte Klasse von Lehrer Dr. Anselm Seven (hintere Reihe rechts).

Uslar. Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen soziale Netzwerke im Internet. Damit sie lernen, sich sicher in den virtuellen Welten zu bewegen, veranstaltet das Gymnasium Uslar Workshops.

„Ich liebe Whatsapp“, „Ich hasse Kettenbriefe“, „Es geht um Respekt“, Karten mit diesen und anderen Sätzen liegen mitten im Stuhlkreis, den die siebte Klasse von Lehrer Dr. Anselm Seven gebildet hat. Mit im Kreis sitzt Hauke Burgdorf. Der Erzieher und Sozialpädagoge vom Verein „smiley e.V.“ aus Hannover ist zusammen mit seinem Kollegen Jonas Schweden nach Uslar gekommen, um mit den sechsten und siebten Klassen der Schule darüber zu sprechen, was im Internet geht und was nicht.

Die Schüler diskutieren anhand der Karten über Internetsicherheit, rechtliche und soziale Fragen. Was etwa passiert, wenn die Klasse das Netzwerk „Whatsapp“ nutzt, um sich zu verabreden, aber einige Schüler keinen Zugang dazu haben, weil sie kein Smartphone besitzen oder Eltern es nicht erlauben. Dann könne es einen Beauftragten aus der Klasse geben, der dafür verantwortlich sei, diese Schüler zu informieren, sagt Burgdorf. Wichtig sei vor allem, deshalb keinen auszugrenzen.

Offen angesprochen wird auch das Thema Mobbing. Hier sei es wichtig, sich möglichst schnell Hilfe zu holen und sich nicht zu scheuen, Eltern und Lehrer anzusprechen. Mit dem Programm will die Schule ihren jungen Schülern Medienkompetenz vermitteln, aber auch vor Gefahren warnen und damit präventiv wirken. Auf diese Art gestärkte Schüler könnten sich wehren, weil sie wüssten, wo ihre Rechte seien, sagt Schulleiter Dr. Hermann Weinreis. Der Schule sei bewusst, dass Handys und Smartphones mittlerweile zum Alltag der Schüler gehörten. Dennoch sollten die Schüler der Sekundarstufe I (bis 10. Klasse) in der Schule keine Mobiltelefone benutzen. Für die Sekundarstufe II (11. und 12. Klasse) gelte eine „Handy-Diät“.

Während die Schüler sich an den im Unterricht stattfindenden Workshops lebhaft beteiligen, sei das Interesse der Eltern wenig ausgeprägt. Ein für diese Zielgruppe angebotener Informationsabend war demnach nur schwach besucht. (zyp)

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