Acht Brücken, acht Becken

So sieht der Umbau-Plan für die Bundesstraße 241 aus

Streckenverlauf: Parallel zur Bahn ist der Neubauabschnitt von Volpriehausen bis Bollensen vorgesehen. Foto: Mönkemeyer

Uslar. Der Neubau der Bundesstraße 241 Richtung Uslar ist eines der zentralsten Themen, was das Uslarer Land und vor allem seine Zukunft angeht. Die Verkehrsanbindung gilt als Überlebensmittel für die komplette Region.

Im Blickpunkt steht der Neubauabschnitt von Volpriehausen bis Bollensen. Die Pläne für den 4,7 Kilometer langen und 32 Millionen Euro teuren Abschnitt liegen fix und fertig in der Schublade. Es fehlt lediglich die Zusage der Finanzierung vom Bund.

Eingabe der Arbeitgeber

Während der Zusammenkunft der größten gewerblichen Arbeitgeber im Raum Uslar und Bodenfelde ist nicht nur eine Eingabe an das Bundesverkehrsministerium auf den Weg gebracht worden (wir berichteten), in der der Beginn der Neubaumaßnahme noch in diesem Jahr gefordert wird.

Während des Treffens im Werk der Firma Terex/Demag in Uslar hat die Straßenbaubehörde, offiziell heißt die Einrichtung Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim, auch die Planung des Abschnitts vorgestellt. Fachbereichsleiter Heiko Lange erinnerte zunächst an die Vorgeschichte mit dem Planungsbeginn für das gesamte Straßenbauprojekt B241 schon in den 1970er-Jahren.

Der Vorentwurf wurde 2003 genehmigt. Der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Volpriehausen - Bollensen datiert vom 28. Oktober 2009. Seitdem ist das Projekt baureif. Im Detail ist vorgesehen, dass die neue B214 neben der Bahnlinie gebaut wird. Von Bollensen aus gesehen wird nach dem Ortsausgang in Richtung Gierswalde eine so genannte Querstange errichtet, ein 600 Meter langer Anschluss von der alten Bundesstraße zur neuen Trasse auf der anderen Seite der Bahnlinie.

Die neue Trasse führt parallel zur Bahn bis hinter Volpriehausen zum Anschluss an die seit 2012 bestehende Neubaustrecke Volpriehausen - Hardegsen. Für den 4,7 Kilometer langen Abschnitt bis Bollensen sind acht Brückenbauwerke erforderlich (für Wirtschaftswege und die Bahn), ferner acht Regenrückhaltebecken.

1800 Meter lange Stützwände

Weitere Zahlen: An 1800 Metern des neuen Abschnitts werden Stützwände stehen. Insgesamt sind für das Projekt 500.000 Kubikmeter Erde zu bewegen. Vergleichbar sind sind das die Inhalte von 200 Schwimmbecken mit den olympischen Maßen 50 Meter Länge, 25 Meter Breite und zwei Meter Tiefe. Benötigt werden für den neuen Abschnitt 40.000 Quadratmeter Asphalt. Hauptsächlich sind zwei Fahrstreifen vorgesehen, auf einer Länge von 800 Metern drei Fahrstreifen. Die Bauzeit wird mit vier bis fünf Jahren angegeben. (fsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.