Eigeninitiative der Jugend an der Schwarzen Erde

Skater-Jugend bringt Anlage in Uslar selbst auf Vordermann

Sie sorgen für die Sicherheit an den Geräten auf dem Uslarer Skaterplatz: Luis Lehmann (knieend) leitet als Ältester die Arbeiten an einem Schutzgitter für die sanierte Holzrampe im Hintergrund. Fleißige Helfer sind die begeisterten BMX-Radfahrer und Skater Tilman Martino (von links), Finley Fuchs und Justus Mund.
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Arbeitseinsatz für die Sicherheit an den Geräten: Luis Lehmann (knieend) leitet als Ältester die Arbeiten an einem Schutzgitter für die sanierte Holzrampe im Hintergrund. Fleißige Helfer sind die begeisterten BMX-Radfahrer und Skater Tilman Martino (von links), Finley Fuchs und Justus Mund.

Für die Pflege der Skateranlage an der Schwarzen Erde in Uslar haben junge Uslarer Eigeninitiative ergriffen.

Uslar - Um die asphaltierte Skaterfläche in einer Ecke des Uslarer Festplatzes an der Schwarzen Erde risikofreier nutzen zu können, haben Akteure in der Vergangenheit oft eigene Besen mitgebracht, um damit Steinchen und Splitt zu entfernen. Der Platz grenzt direkt an die Schotterfläche an, die zwischen dem ehemaligen Tüv-Gebäude und der TSG-Turnhalle derzeit auch als Baustofflagerfläche genutzt wird. Jetzt haben junge Uslarer Eigeninitiative ergriffen. Der Wienser Luis Lehmann (24) ist seit Jahren leidenschaftlicher Skater und suchte das Gespräch mit Stadtjugendpfleger Kristian Thiemann. „Eigentlich hatte ich eine Mängelliste dabei“, sagte der gelernte Tischler. Thiemann motivierte ihn zur Selbsthilfe.

Lehmann hat inzwischen mit rund zehn jungen BMX-Radfahren und Nachwuchsskatern eine Rampe saniert und einen Besenschrank unter das Element gebaut, in dem Besen, Kehrblech und ein Mülleimer untergestellt sind. Gesichert ist der Schrank durch Gitterstäbe.

Um das nötige Material hat sich der Jugendpfleger gekümmert, der auch einen Zuschuss vom Landkreis erhielt.

Die jungen Leute finden den Platz an sich ganz gut, bemängeln allerdings, dass er zum Schotterplatz nicht abgegrenzt ist. Immer wieder schleudern Steinchen auf die Fläche und das sei schlecht für die kleinen Rollen unter den Skatboards und nicht ungefährlich. Vielleicht wäre ein Bordstein schon eine geeignete Abgrenzung. Das würde den Skaterplatz zusätzlich aufwerten, meint Luis Lehmann.

Jugendpfleger Thiemann (42) lobt das Engagement der jungen Leute und findet ganz toll, dass Lehmann den Jungen ab 13 Jahre auch den Umgang etwa mit Akkuschrauber und Säge zeigt. „Die Skater helfen sich aber immer untereinander und zeigen sich Tricks und geben Hilfestellung“, so Thiemann.

Verbesserungsbedarf auf dem Skaterplatz gebe es immer, man müsse aber sehen, was möglich und vor allem finanzierbar ist, meint Thiemann. Nächstes Jahr könnte man einen Schnuppertag organisieren, regt er an.

Selbstgebaut: An der Rückseite dieser Skaterrampe finden Besen und Kehrblech einen Platz.
Auf den Metallstangen-Rail (vorn): Darauf gleiten die Skater, im Hintergrund stehen mehrere Rampen für verschiedene Sprünge und Fahrten.

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