Andere Straßen würden mit Verkehr belastet

Anwohner der Sohnreystraße in Uslar lehnen geplante Einbahnstraße ab

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Kreuzung im Blickpunkt: Für den Bereich Alleestraße, Wiesenstraße(rechts) und Sohnreystraße (links) ist ein Kreisel planfestgestellt, aber zu teuer. 

Uslar. Die Frage, was mit der Kreuzung Alleestraße/Wiesenstraße passiert, beschäftigt vor allem die Anwohnern der Sohnreystraße in Uslar. Sie lehnen die geplante Einbahnstraßenregeleung für die Straße ab.

Die Kreisel-Pläne des Landkreises, die planfestgestellt und damit amtlich sind, sehen aber eine Einbahnstraßenregelung vor.

Damit sind die Anwohner ganz und gar nicht einverstanden, wie in der jüngsten Sitzung des Uslarer Ortsrates deutlich wurde – allein schon dadurch, dass über 25 Anwohner an der Sitzung teilnahmen und damit in einer Ortsratssitzung in Uslar für einen Rekordbesuch sorgten.

Durch Einbahnstraße mehr Verkehr in Wohngebiet

Sie schütteln wegen der Einbahnstraßenregelung nur mit dem Kopf, denn sie müssten dann mit großen Umwegen rechnen, um von der Stadt über den Eichhagen in die Sohnreystraße zu gelangen. Und auch die anderen Straßen würden mit mehr Verkehr belastet.

Es kamen während der Sitzung einige Fragen auf, die der Ortsrat zwar so gut es ging beantwortete, den besorgten Anwohnern aber auch klar machen musste, dass das Ganze Sache des Landkreises sei, der Bauherr für die Erneuerung der Wiesenstraße und der Kreuzung Wiesenstraße/Alleestraße/Sohnreystraße ist.

Heinz Priesing (CDU), der die Sitzung zu diesem Punkt leitete, weil Hanna Antoniades, die den erkrankten Ortsbürgermeister Arno Riedke vertrat, sich als Anwohnerin befangen sah, sagte zum Stand der Dinge: Die Planung für den Kreisel sei zwar offiziell festgestellt, doch der Landkreis sträube sich wegen der enormen Kosten. Tatsächlich ist eine Entscheidung vom Landkreis noch nicht getroffen worden.

Andreas Böhme (Linke) sagte, dass wohl alles darauf hinauslaufe, dass die Kreuzung so bleibt, wie sie jetzt ist. Ein Anwohner plädierte dafür, den Kreisel hinter die Bahnbrücke zu verlegen. Diese Variante sei aber unbezahlbar, antwortete Artur Görder (SPD), weil es sich um ein Hochwasserschutzgebiet handele. Er wiederum habe gehört, dass der Kreisel doch verlegt werden solle.

Die Anwohner machten wegen der drohenden Einbahnregelung auf das Problem der Spitzkehre aufmerksam, mit der Sohnreystraße und Amselweg verbunden sind. Einer stellte die Frage, ob der obere Teil der Sohnreystraße überhaupt für den öffentlichen Verkehr gewidmet sei. Dort fehlten zudem Fußwege. Zudem wurde nach Plänen über eine Angleichung der Straßeneinmündung in die Alleestraße gefragt. Dafür seien schließlich schon Bäume gefällt worden.

Ortsrat Uslar: Stellungnahme wird verfasst

Der Ortsrat machte deutlich, dass er hinter den Anwohnern der Sohnreystraße stehe und die vielen Fragen an die Stadtverwaltung weiterleiten will und einigte sich darauf, eine Stellungnahme zu verfassen. Bernd Franke (UWG) sagte, dass Stadt und Landkreis noch nach einer optimalen Lösung suchten. Hanna Antoniades (SPD) berichtete, dass die Anwohner der Sohnreystraße kein Einspruchsrecht hätten zum Thema Kreisel, weil die Sohnreystraße eine untergeordnete Straße sei. 

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