Erfolgreiche Bewerbung im fünften Anlauf

Sollingschule Uslar ist jetzt Partner der Autostadt in Wolfsburg

Uslar. Mofas, Elektroroller, jede Menge Ersatzteile und eine ganze Werkstatteinrichtung für den Wahlpflichtkurs Mofatechnik der Sollingschule Uslar - das alles gab es zum Auftakt der Partnerschaft der Sollingschule Uslar und der Autostadt in Wolfsburg.

Mit der Partnerschaft sind für die Sollingschule viele Vorteile verbunden, berichtete  der zuständige Techniklehrer Christopher Nickel bei der Übergabe der Plakette durch die Betreuer der Autostadt, Enzo Pirarba und Brenda Frey. Der Hartnäckigkeit Nickels ist es zu verdanken, dass sich die Schule jetzt Partnerschule der Autostadt in Wolfsburg nennen darf. 

Im Untergeschoss der Schule entsteht in einem bereits vorhandenen Raum eine Mofa-Werkstatt, für deren Ausstattung die Schule eine große Druckluftanlage und Wandhebekräne bekommt sowie Ersatzteile und ausrangierte Motoren.

Ein E-Roller, sieben fahrbereite Mofas und weitere Mofas, die hier restauriert werden sollen, um dann zurück in die Autostadt zu gehen, gehören ebenso dazu. So kann die Schule nicht nur den Mofa-Führerschein anbieten, sondern auch einen Mofa-Technik-Kurs, für den es am Ende ein Zertifikat im Zeugnis gibt, in dem die Ausbildungsinhalte der Schüler aufgeführt sind.

Viele Vorteile für Schüler

Außerdem können alle Schüler der Schule für die vorerst auf zwei Jahre ausgelegte Dauer die Autostadt besuchen, ohne dafür Eintritt zahlen zu müssen. Reisen sie im Rahmen des Projekts nach Wolfsburg, werden die Reisekosten ebenfalls übernommen. Alles in allem, so Nickel, entstehe so ein geldwerter Vorteil von bis zu 14 000 Euro. Bis dahin war es ein langer Weg, der auf der Ideenexpo in Hannover vor rund fünf Jahren begann. Hier habe es den ersten Kontakt zu Mitarbeitern der Autostadt gegeben, berichtet Nickel, der seit Oktober 2015 auch ausgebildeter Mofalehrer ist.

Er habe sich immer wieder um ein Schulprojekt beworben. Als 2015 dann die vierte Absage kam, sei er schon enttäuscht gewesen, reiste aber 2016 wieder nach Wolfsburg, um einen neuen Anlauf zu nehmen. Sein Lohn: Die aktuelle Partnerschaft ist anders als gewöhnliche Schulpartnerschaften nicht auf ein Schuljahr beschränkt, sondern zunächst auf zwei Jahre angelegt.

Netzwerktagung

In dieser Zeit werden Schüler und Lehrer zum Beispiel im Mai 2019 nach Wolfsburg reisen, um bei der Fortbildung von Mofakursleitungen mit Technik-Workshops zu helfen. Außerdem präsentieren sie das Projekt auf der Netzwerktagung Mobilität in Göttingen, und es geht zum Schülerfest in die Autostadt, die als Bildungszentrum bislang in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist, aber, so Christopher Nickel begeistert, viele Möglichkeiten und Veranstaltungen anbietet.

Vorteile fürs Berufsleben

Möglicherweise profitieren am Ende auch Uslarer Unternehmen, die sich mit Mobilität auf zwei oder vier Rädern befassen. Was ein Vergaser ist oder eine Zylinderkopfdichtung, muss man den Schülerinnen und Schüler, die am WPK-Mofatechnik teilgenommen haben, jedenfalls nicht mehr erklären. (zyp)

Rubriklistenbild: © Foto: Gudrun Porath

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